Von Rang 15 auf 1: PIMCO-Star Ivascyn erobert Europa im Sturm - Fondsnews


12.09.17 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der PIMCO GIS Income Fund, die globale Version von Daniel Ivascyns PIMCO Income Fund, hat in diesem Jahr bis August Anlagegelder von 31,2 Milliarden US-Dollar netto angelockt, wie aus Schätzungen von Bloomberg hervorgeht, so die Experten von "FONDS professionell".

Der in Dublin domizilierte GIS-Income habe damit sein Volumen verdoppelt und sei laut Daten von Morningstar zum größten Investmentfonds in Europa aufgerückt - per 31. Dezember habe er noch auf Platz 15 gelegen.

Ivascyns Status als Bond-Star, den er sich mit einer starker Performance beim Flaggschiff-Fonds im letzten Jahrzehnt erworben habe, helfe PIMCO wieder zurück in die Erfolgsspur, nachdem der Abgang von Mitgründer Bill Gross 2014 schmerzhafte Abflüsse auf Kundenseite ausgelöst habe. Nach Angaben der Muttergesellschaft Allianz habe PIMCO im zweiten Quartal Zuflüsse von rekordverdächtigen 62 Milliarden Dollar netto verzeichnet. Der GIS Income, der in Europa, Asien, Lateinamerika und dem Nahen Osten vertrieben werde, habe sowohl institutionelle als auch Privatkunden gewonnen.

Europäische und asiatische Investoren würden sich bevorzugt Anlagestrategien zuwenden, die von dem Income-Fonds eingesetzt würden und auf einen absoluten Ertrag ausgerichtet und nicht an eine Benchmark gebunden seien, habe Ivascyn in einem Interview mit Bloomberg gesagt. "Das kann zum Teil eine regionale Präferenz sein und im Zusammenhang mit dem sehr niedrigen Zinsertragsumfeld stehen", so der Group CIO, der den Fonds gemeinsam mit Alfred Murata manage.

Egal ob in den USA oder bei globalen Fonds: Gutes Abschneiden erweise sich als Geldmagnet. Nur elf Anleihefonds würden über ein Anlagevolumen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar verfügen - und die beiden PIMCO-Fonds hätten in den vergangenen acht Monaten zusammen mehr als das eingesammelt. Nach Bloomberg-Schätzungen habe der US-Fonds 20,2 Milliarden Dollar hinzugewonnen.

"Der GIS Income hat sich zum meistverkauften Investmentfonds aller Zeiten gemausert", sage Chris Chancellor, Partner beim Londoner Investmentfonds-Marktforschungsunternehmen MackayWilliams. "Die Marke PIMCO ist bei Anleihen weiterhin sehr stark. Und zweifellos haben auch anständige Erträge geholfen."

Dennoch bestehe die Gefahr, dass schnelles Wachstum zu viel des Guten für den PIMCO GIS Income werden könnte, befürchte Morningstar-Analystin Mara Dobrescu. "Wir behalten diese Zuflüsse genau im Auge. Im Laufe der Zeit, wenn der Fonds zu groß wird, könnte es schwieriger für sie werden, ihren Erfolg zu wiederholen", so Dobrescu. Ivascyn bleibe jedoch gelassen: "Wenn wir jemals wegen der Größe des Fonds besorgt wären, würden wir den Fonds schließen, aber davon sind wir weit, weit entfernt."

Der GIS-Income Fund mit einem Anlagevolumen von 54,5 Milliarden Dollar habe in etwa die gleiche Performance vorzuweisen wie der 95,9 Milliarden Dollar schwere PIMCO Income Fund, der branchenweit größte aktiv verwaltete Anleihefonds. In den drei Jahren bis zum 7. September sei der PIMCO Income auf einen Ertrag von 5,8 Prozent jährlich gekommen, womit er besser als 98 Prozent der vergleichbaren Fonds abgeschnitten habe. Der GIS Income habe einen durchschnittlichen Ertrag von 5,6 Prozent erzielt. (Quelle: Bloomberg) (12.09.2017/fc/n/s)





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