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Universal-Investment wächst rasant - Fondsnews


18.11.21 14:41
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Fondsdienstleister Universal-Investment setzt sein Wachstum ungebremst vor, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Frankfurter Service- und Master-Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) habe am Ende ihres jüngsten Geschäftsjahres zum 30. September 2021 gut 710 Milliarden Euro betreut. Das bedeute ein Plus von 113 Milliarden Euro oder knapp 19 Prozent zum Vorjahr.

Die Belegschaft sei im gleichen Zeitraum von knapp 900 auf über 1.000 Mitarbeitende gewachsen, teile das Unternehmen mit. Die Zahl der verwalteten Fondshüllen liege nach etwas über 1.800 im letzten Geschäftsjahr nun bei rund 2.000. Eigenen Angaben zufolge zähle Universal-Investment zu den am schnellsten wachsenden Fondsgesellschaften im deutschsprachigen Raum.

Das betreute Volumen sei über die vergangenen zwölf Monate in allen Produktbereichen gestiegen. Das Geschäft mit Wertpapier-Spezial- und -Publikumsfonds sei von 417,8 auf 491,4 Milliarden Euro gewachsen. Der Bereich Alternative Investments habe von 50,7 auf 70,5 Milliarden Euro zugelegt, das Immobiliengeschäft von 16,6 auf 19,0 Milliarden Euro. Im Portfoliomanagement mit regelgebundenen Konzepten sowie Overlay-Mandaten habe es ein Plus von 71,3 auf 77,9 Milliarden Euro gegeben. "Im neuen Geschäftsjahr werden wir signifikant investieren, um als führende Plattform für die Fondsindustrie weitere Maßstäbe zu setzen", lasse sich Universal-Investment-Chef Michael Reinhard in einer Pressemitteilung zitieren.

Während die Gesellschaft bei Angaben zum betreuten Vermögen gerne ins Detail gehe, würden keine aktuellen Zahlen zum Gewinn oder zum Umsatz veröffentlicht. Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2019/2020 sei Mitte Juli 2021 publiziert worden. Demnach habe die Universal-Beteiligungs- und Servicegesellschaft mbH, wie die Holding heiße, in jenem Geschäftsjahr einen Fehlbetrag von 14,7 Millionen Euro verbucht, der Bilanzverlust habe bei 39,9 Millionen Euro gelegen.

Das liege zum einen an hohen Investitionen, zum anderen aber auch an Zahlungen an die Eigentümer. Der Grund: Universal-Investment gehöre seit fast fünf Jahren der britischen Private-Equity-Gesellschaft Montagu. Bei deren Luxemburger Vehikel Alpha LuxCo 2 habe der Fondsanbieter Kredite aufgenommen, die sich Ende September 2020 auf gut 270 Millionen Euro summiert hätten. Im Geschäftsjahr 2019/2020 habe Universal-Investment 12,9 Millionen Euro Zinsen für diese Darlehen gezahlt, hinzu sei eine Auszahlung von zwei Millionen Euro an die Gesellschafter gekommen. Im Konzernabschluss heiße es: "Die Auswirkungen der Kaufpreisallokation durch den Erwerb der Universal-Investment wirken sich weiter stark auf das Gesamtkonzernergebnis aus." (18.11.2021/fc/n/s)