Union Investment sammelt für neuen Wohnfonds 620 Mio. Euro ein - Fondsnews


04.08.17 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der von Union Investment und ZBI aufgelegte Wohnimmobilienfonds "Uniimmo Wohnen ZBI" (ISIN DE000A2DMVS1 / WKN A2DMVS) hat in der Zeichnungsphase rund 620 Millionen Euro eingesammelt, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Wohnimmobilienfonds sei damit vom Start weg der größte offene Immobilienfonds mit Schwerpunkt auf Wohnen in Deutschland, wie der Fondsanbieter der Genossenschaftsbanken mitteile.

Der Fonds habe Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken vom 12. Juni bis 21. Juli zur Zeichnung offen gestanden, am 28. Juli sei die offizielle Auflage gefolgt. Der Ausgabeaufschlag betrage fünf Prozent, die laufenden Kosten lägen bei 1,48 Prozent pro Jahr.

Union Investment habe sich im März an dem Wohnimmobilienspezialisten ZBI beteiligt, um entsprechende Fonds auflegen zu können. ZBI habe sich ein Startportfolio im Wert von insgesamt 460 Millionen Euro gesichert, das bereits zu großen Teilen auf den Fonds übertragen worden sei. Der Übergang der restlichen Teilportfolios sei für August und September geplant.

Dem Fonds gehöre bereits ein Immobilienpaket mit rund 2.500 Wohneinheiten in 260 Objekten im Wert von etwa 132 Millionen Euro. Die meisten Häuser dieses Pakets stünden in Düsseldorf und Gelsenkirchen. Auf den Fonds übergegangen seien zudem etwa 70 Prozent eines weiteren Portfolios mit einem anteiligen Wert von rund 113 Millionen Euro. Der Schwerpunkt liege ebenfalls in Nordrhein-Westfalen, investiert worden sei unter anderem in Bochum, Essen, Duisburg und Düsseldorf. Dieses Paket umfasse insgesamt 150 Häuser mit rund 2.500 Wohn- und Gewerbeeinheiten.

"Durch zielgerichtete Investitionen soll die Grundlage für eine Vollvermietung und für Wertsteigerungen im Bestand geschaffen werden", heiße es in der Mitteilung. Das zeige, dass der Fonds nicht nur Top-Objekte in bester Lage halte - so, wie es sich die meisten Anleger wohl wünschen würden. Doch neue Wohnimmobilien in A-Lage seien so teuer geworden, dass die Renditeaussichten solcher Objekte zu niedrig wären, um damit einen attraktiven Fonds zu gestalten.

Dementsprechend laute die Strategie des neuen Union-Fonds auch, überwiegend in Bestandsportfolios mit "Wertsteigerungspotenzial" zu investieren, wie es der Anbieter formuliere. Der Schwerpunkt liege auf "Objekten mit erschwinglichem Wohnraum für die breite Bevölkerung mit mittlerer bis hoher Wohnqualität". Auch Investments in "Projektentwicklungen des mittleren Segments" seien vorstellbar. (04.08.2017/fc/n/s)