Union Investment rollt ihren ZBI-Wohnimmobilienfonds bald in Österreich aus - Fondsnews


02.10.19 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Union Investment Österreich trägt der starken Nachfrage nach Immobilieninvestments Rechnung und erweitert ihre Palette um den 2017 in Deutschland aufgelegten, sehr rasch wachsenden UniImmo: Wohnen ZBI, so die Experten von "FONDS professionell".

Voraussichtlich werde der Vertrieb in Österreich im ersten Quartal 2020 starten, habe "FONDS professionell ONLINE" bei einem Termin in Wien erfahren.

Damit erhalte das Austro-Urgestein "Immofonds1" Gesellschaft - bisher das Einzelkind im Immobilienbereich für Privatanleger bei der Union Investment Österreich. Der "Immofonds1" sei vor 15 Jahren von der damaligen Volksbanken-Tochter Immo Kapitalanlage AG kreiert worden, die nun der Union Investment gehöre. Investiert werde im Immofonds1, der in diesem Jahr die Milliardenschwelle erreicht habe, vorwiegend in österreichische und deutsche Gewerbe- oder Büroobjekte. Dagegen gehe der von der Union Investment AG gemeinsam mit dem deutschen Fondsmanager ZBI aufgelegte UniImmo: Wohnen ZBI rein in Wohnobjekte - derzeit in deutschen "B-Städten".

"Wir sprechen in diesem Bereich von durchschnittlich 7 Euro Miete pro Quadratmeter. Das hört sich nicht viel an, wir sehen aber im Segment leistbares Wohnen die Chance, langfristig stabile Erträge zu erwirtschaften", sage Reinke. Der Zugang zum Portfolio sei in der Vergangenheit aufgrund der hohen Anlegernachfrage mehrmals reglementiert worden. Der Fonds sei in den vergangenen zwei Jahren mit 32.000 Wohnungen auf ein Vermögen von 3,6 Milliarden Euro angewachsen. Es handle sich mittlerweile um das größte deutsche Immobilienportfolio für Privatanleger im Segment Wohnen, so Reinke.

Allerdings müsse sich seine Gesellschaft wie alle anderen Marktteilnehmer zusehends überlegen, wie viel ihr dieses Wachstum wert sei. Reinke bestätige auf Nachfrage von "FONDS professionell", dass Union Investment um das so genannte "Millennium Portfolio" mitgeboten habe: Beim größten deutschen Immobilienverkauf seit zehn Jahren habe die Commerz Real Ende der Vorwoche den kompletten Immobilienbestand der Generali Leben erworben, der dem Abwickler Viridium gehört habe. Das Paket solle 2,5 Milliarden Euro gekostet haben.

"Wir haben mitgeboten, aber ich halte den Preis für zu hoch", meine Reinke, der sich dabei an überzogene Deals im Vorfeld der Finanzkrise 2008 erinnert fühle. Er erinnere an den genossenschaftlichen Hintergrund seines Hauses. "Wir können bei Problemen nicht so einfach weg gehen. Ich muss meinen Kunden ins Gesicht schauen können. Ich muss auf die Qualität schauen", sage Reinke, dessen Privatanlegerfonds in Deutschland über den dort zusammengehörenden Raiffeisen-Volksbankensektor vertrieben würden. In Österreich seien ebenfalls die Volksbanken Vertriebspartner. Die Union Investment sei die Fondsgesellschaft der genossenschaftsbasierten DZ BANK.

Das insgesamt rund 45 Milliarden Euro schwere globale Immobilienportfolio der deutschen Union Investment AG solle trotz der immer schwerer zu findenden Kaufoptionen aber auch heuer kräftig in Bewegung bleiben: Reinke erwarte dieses Jahr ein Transaktionsvolumen von 7 Milliarden Euro (gewerbliche und Wohnobjekte zusammengerechnet). Ein nicht unwesentlicher Teil der Immobilien, die man angeboten bekomme, stamme übrigens aus dem Bereich der Family Offices: Auf diesem Markt, dessen Größe nicht näher beziffert werde, gebe es laut Reinke derzeit eine sehr hohe Dynamik. (02.10.2019/fc/n/n)





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