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Top oder Flop? Bei welchen Fondsgruppen die Kassen klingeln - Fondsnews


02.03.18 10:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nach dem Börsenbeben Anfang Februar scheint wieder Normalität eingekehrt zu sein, so die Experten von "FONDS professionell".

"FONDS professionell" habe nachgerechnet, wie sich das Mittelaufkommen ausgewählter Fondsgruppen in den letzten Monaten entwickelt habe - und zeige die Ergebnisse.

Crash oder Korrektur? Während Marktexperten noch über den Charakter des Kursrücksetzers von Anfang Februar nachdenken, scheinen Anleger weiterhin unbeirrt Fonds einzukaufen, so die Experten von "FONDS professionell". Diesen Schluss lasse zumindest die jüngste Mittelzu- und -abfluss-Statistik des Datenbankanbieters Mountain View zu. Demnach seien Fonds mit Vertriebszulassung in Deutschland, Österreich und der Schweiz in den vergangenen sechs Monaten in Summe 48,6 Milliarden Euro zugeflossen. Eingekauft worden seien dabei hauptsächlich Aktienfonds und - weniger verwunderlich - gemischte Portfolios.

Aktienfonds hätten in den ersten beiden Monaten des Jahres sogar Zuflüsse von 20,8 Milliarden Euro verzeichnet, im gesamten abgelaufenen Jahr 2017 seien es im Vergleich dazu 21,2 Milliarden Euro gewesen. Auch den "Crash-Monat" Februar habe die Asset-Klasse mit einem Plus von 4,2 Milliarden Euro recht gut überstanden.

Nennenswerte Abflüsse habe es hingegen nur bei Anleihenfonds gegeben. Während Anleger der Produktgruppe 2017 frische Gelder in Höhe von 116 Milliarden Euro und damit einen absoluten Rekordwert anvertraut hätten, hätten sie im aktuellen Jahr 4,4 Milliarden Euro aus Bondfonds abgezogen. In der Anlegergunst verloren hätten im Februar vor allem Unternehmensanleihefonds. Hier sei das Minus mit 7,5 Milliarden Euro am deutlichsten ausgefallen.

FONDS professionell ONLINE habe das Börsenbeben zum Anlass genommen, die Entwicklung der wichtigsten Fondskategorien in den letzten sechs Monaten unter Absatzgesichtspunkten genauer anzuschauen.

Top oder Flop? So hätten sich ausgewählte Fondsgruppen in den vergangenen sechs Monaten entwickelt:

Aktienfonds Emerging Markets
Schwellenländer-Aktienfonds seien mit Mittelzuflüssen von knapp 3,7 Milliarden Euro hervorragend ins neue Jahr gestartet. Trotz der Turbulenzen im Februar sei auch der abgelaufene Monat nicht schlecht verlaufen: 1,8 Milliarden Euro hätten Emerging-Markets-Aktienfonds im Februar eingesammelt.

Aktienfonds Japan
Nach einer kleinen Schwächephase im November vergangenen Jahres würden japanische Aktienfonds wieder Absatzerfolge feiern. 7,4 Milliarden Euro seien der Fondsklasse seit Jahresbeginn zugeflossen.

Aktienfonds Euroland
Euroland-Aktienfonds seien von Anlegern lange gemieden worden. Im abgelaufenen Jahr hätten sie mit Mittelzuflüssen von knapp sechs Milliarden Euro ein absolutes Rekordjahr gefeiert. Auch der Jahresstart sei mit einem Plus von 2,6 Milliarden Euro ausgezeichnet verlaufen.

Aktienfonds Europa
Hingegen würden europäische Aktienfonds derzeit überhaupt nicht zu den Lieblingen der Investoren zählen. Über eine Milliarde Euro seien 2017 aus den Portfolios abgezogen worden. Im aktuellen Jahr lägen Europa-Aktienfonds mit 31 Millionen Euro bislang leicht im Plus.

Aktienfonds Nordamerika
Ähnlich wie bei europäischen Aktienfonds sehe es auch bei den nordamerikanischen Pendants aus. Zwölf Milliarden Euro hätten Anleger aus der Fondsgruppe im Jahr 2017 abgezogen. Aktuell belaufe sich das Minus auf 237 Millionen Euro.

Aktienfonds global
Weltweit streuende Aktienfonds würden hingegen beliebt bleiben. Netto 1,5 Milliarden Euro hätten Anleger in diese Fondsklasse investiert. Im zurückliegenden Jahr seien den globalen Aktienfonds 17,7 Milliarden zugeflossen - die höchsten Zuflüsse seit Beginn der Mountain View-Aufzeichnungen zu den Mittelzu- und Abflüssen einzelner Fondsgruppen. Der hoffnungsvolle Jahresauftakt habe allerdings einen Dämpfer erhalten: Der "Schreckensmonat" Februar habe hier mit Mittelabflüssen von 2,8 Milliarden Euro vergleichsweise heftig ins Kontor geschlagen.

Aktienfonds gesamt
Aktienfonds insgesamt hätten bereits in den ersten beiden Monaten des noch jungen Jahres die Mittelzuflüsse von 2017 erreicht. Während der Assetklasse im letzten Jahr 21,2 Milliarden Euro zugeflossen seien, seien es 2018 bereits 20,8 Milliarden Euro gewesen.

Anleihenfonds Unternehmen
Unternehmensanleihen stünden derzeit nicht in der Gunst der Anleger. Knapp acht Milliarden Euro seien seit Jahresbeginn aus dieser Fondskategorie abgeflossen. Im letzten Jahr hätten Anleger Unternehmensanleihe-Portfolios noch elf Milliarden Euro anvertraut.

Anleihenfonds gemischt
Gemischte Anleihen hätten im abgelaufenen Jahr mit Zuflüssen von 94,5 Milliarden Euro ein absolutes Rekordjahr gefeiert. In diesem Jahr schwächele die Fondsgruppe im Vergleich dazu etwas.

Anleihenfonds gesamt
Aus Anleihenfonds seien in diesem Jahr insgesamt 4,4 Milliarden Euro abgeflossen. 2017 sei mit Zuflüssen von 116 Milliarden Euro aber auch ein absolutes Rekordjahr für Rentenfonds gewesen.

Mischfonds
Ungebrochen hoch sei das Interesse an Mischfonds. Bislang habe die Kategorie im aktuellen Jahr ein Plus von 11,6 Milliarden Euro verbucht. Sollten Mischfonds sich auch 2018 weiterhin großer Beliebtheit erfreuen, würden Mischfonds das neunte Jahr in Folge Gelder zufließen. (News vom 01.03.2018) (02.03.2018/fc/n/s)