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Swisscanto Sustainable-Fonds: Die Zeichen stehen eindeutig auf Grün


19.11.20 12:00
Swisscanto Invest

Zürich (www.fondscheck.de) - Die EU möchte bis 2050 klimaneutral sein und dies gesetzlich im Europäischen Klimagesetz verankern, so Jan Sobotta, Leiter Sales Ausland, Swisscanto Asset Management International S.A.

Doch die Erreichung dieses Ziels erfordere nicht nur einen starken politischen Willen, sondern auch einen umfassenden Aktionsplan, der eine effizientere Ressourcennutzung und die Bekämpfung von Umweltverschmutzung sicherstelle. Die EU betrachte dabei praktisch alle Wirtschaftssektoren als aktive Partner bei Investitionen in neue, umweltfreundliche Technologien; der Einführung umweltfreundlicher und kostengünstiger Formen des privaten und öffentlichen Verkehrs; der Dekarbonisierung des Energiesektors; der Erhöhung der Energieeffizienz von Gebäuden sowie der Verbesserung weltweiter Umweltnormen.

Ambitionierte Ziele würden Investitionen erfordern. Die EU Kommission plane deshalb, substanzielle Mittel aus dem bestehenden EU-Sechsjahresbudget (rund eine Billion Euro) und dem neuen Next Generation EU Fond (ca. 0,75 Billionen Euro) dafür bereitzustellen. Bereits jetzt stehe fest, dass einzelne Sektoren mehr und möglicherweise auch früher von diesen Investitionen profitieren würden als andere.

Erste Analysen würden bereits zeigen, dass die Renovierung von Gebäuden und die Elektrifizierung des Transportsektors für die EU höchste Priorität genießen würden. Gebäude und Bauwesen seien für 39 Prozent der globalen Treibhausgase verantwortlich, würden in der EU die größte Menge an Energie verbrauchen und seien deshalb schließlich Spitzenreiter im Rennen um das höchste Einsparungspotenzial. Der Transportsektor sei ebenfalls für beachtliche 29 Prozent der Treibhausgase verantwortlich (davon etwa 72 Prozent im Straßenverkehr) und damit ein weiterer vielversprechender Anknüpfungspunkt für den Kampf gegen den Klimawandel.

Hersteller und Zulieferer von Produkten, die bei der Gebäudeenergieeffizienz (zum Beispiel Wärmepumpen, Dämmmaterial, Smart Home) und der Elektrifizierung von Straße und Schiene (unter anderem Ladeinfrastruktur, alternative Antriebssysteme, Bahntechnikzulieferer) helfen würden, würden deshalb wohl als Erste deutlich vom grünen Ausbau profitieren.

Bestrebungen hinsichtlich einer umweltfreundlicheren Wirtschaft gebe es auch in den USA, wie zum Beispiel den durch President-elect Joe Biden angekündigten Green New Deal mit bedeutenden Investitionen in grüne Infrastruktur. Mit dem Ausbleiben eines Erdrutschsiegs der Demokraten bei den US-Wahlen würden sich diese Investitionen über vier Jahre jedoch wohl eher auf eine Billion US-Dollar und nicht die ursprünglich geplanten zwei Billionen US-Dollar belaufen.

Bidens Pläne für eine grüne Zukunft hätten große Gemeinsamkeiten mit jenen der EU. So wolle er nicht nur wieder dem Pariser Abkommen beitreten und Netto-Null-Emissionen bis 2050 erreichen, sondern sehe dafür auch signifikante Investitionen in Höhe von etwa ein bis zwei Billionen US-Dollar vor. Ganz ähnlich wie die EU stehe er ein für die Dekarbonisierung der Stromerzeugung durch einen massiven Ausbau von erneuerbaren Energien (Solar/Wind), die Beschleunigung des Ausbaus alternativer Antriebssysteme (also elektrisch/hybrid oder wasserstoffbasiert) sowie die Erhöhung der Energieeffizienz in Industrie und Infrastruktur.

Die Zeichen stünden also eindeutig auf Grün. Für Investoren gelte nun mehr denn je, Firmen und Sektoren zu identifizieren, welche von diesen massiven globalen Stimuli profitieren würden. In unseren aktiven Sustainable-Fonds setzen wir genau auf diese grüne Welle und evaluieren entsprechend attraktive nachhaltige Investitionsopportunitäten mittels unserer ESG-integrierten Research-Aktivitäten, so die Experten von Swisscanto Invest. (19.11.2020/fc/n/s)