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Sparkassen-Kunden pumpen Milliarden in Aktienfonds - Fondsnews


19.11.20 12:15
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Corona-Krise hält die Kunden der Sparkassen nicht von Wertpapierinvestments ab - im Gegenteil: Die Deka warb in den ersten drei Quartalen dieses Jahres im Retailgeschäft über die Sparkassen unter dem Strich 9,7 Milliarden Euro ein, so die Experten von "FONDS professionell".

Das seien 2,6 Milliarden Euro mehr als im Vorjahreszeitraum.

Allein mit Fonds habe das Wertpapierhaus 6,3 Milliarden Euro eingesammelt, fast doppelt so viel wie in den ersten neun Monaten 2019. Gefragt seien insbesondere Aktienfonds (3,5 Mrd. Euro) und Immobilienfonds (2,0 Mrd. Euro) gewesen. Auf Zertifikate seien 3,4 Mrd. Euro entfallen.

"Die anhaltend hohe Investitionsbereitschaft der Privatanleger ist erfreulich", lasse sich Dekabank-Vorstandschef Georg Stocker in einer Pressemitteilung zitieren. Ihn freue, dass immer mehr Privatanleger auf Wertpapiersparpläne setzen würden. Im laufenden Geschäftsjahr seien bis Ende September netto rund 550.000 neue Verträge abgeschlossen worden, nach 390.000 im Vorjahreszeitraum. Der Bestand habe sich damit auf 5,7 Millionen Verträge erhöht. "Am Sparen mit Wertpapieren führt auch in den nächsten Jahren kein Weg mehr vorbei", sei Stocker überzeugt.

Gut sei auch das Geschäft mit institutionellen Investoren gelaufen. Bei dieser Kundengruppe habe die Deka bis Ende September rund 16,2 Milliarden Euro eingesammelt, vier Mal mehr als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt habe die Nettovertriebsleistung der Deka-Gruppe damit bei 25,9 Milliarden Euro gelegen und habe sich damit im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (11 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt.

Unter dem Strich sei es dem Sparkassen-Dienstleister gelungen, das betreute Volumen ("Total Assets") seit Jahresbeginn um rund zehn Milliarden auf 323 Milliarden Euro zu steigern. Die Kursverluste an den Börsen seien dank der hohen Zuflüsse also mehr als wettgemacht worden.

Dennoch schlage die Corona-Krise auf die Geschäftszahlen durch: Das wirtschaftliche Ergebnis sei auf 222 Millionen Euro gesunken. Im Vorjahreszeitraum seien es noch 385 Millionen Euro gewesen. Angesichts der "schwierigen Rahmenbedingungen" habe Stocker dennoch von einem "soliden" Ergebnis gesprochen. Der Rückgang sei der Deka zufolge insbesondere auf eine erhöhte Risikovorsorge im Kreditgeschäft und versicherungsmathematische Verluste bei Pensionsrückstellungen zurückzuführen. (19.11.2020/fc/n/s)