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So viel Chefstratege steckt in den DWS-Fonds - Fondsnews


05.12.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Stefan Kreuzkamp ist als Chief Investment Officer der Anlagechef der DWS - und gibt die Marschroute vor, so die Experten von "FONDS professionell".

Auf der anderen Seite stünden die einzelnen Portfoliomanager für ihre Fonds gerade. Im Interview mit "FONDS professionell" verrate Kreuzkamp, wie dieses Zusammenspiel funktioniere.

Als Chief Investment Officer (CIO) der DWS formuliere Stefan Kreuzkamp einerseits die Hausmeinung des Asset Managers. Andererseits gebe es den Portfoliomanager, der für seinen Fonds verantwortlich sei. Wie passe das zusammen? "Ich gebe nie die Richtung eines einzelnen Fonds vor", betone Kreuzkamp im Interview mit "FONDS professionell", das in voller Länge in der aktuellen Ausgabe 4/2018 erschienen sei.

"Im CIO-Office äußern wir unsere Marktmeinung", erläutere Kreuzkamp. "Dabei handelt es sich übrigens nicht um meine persönliche Meinung. Sie wird gemeinsam mit allen Teams erarbeitet. Wir diskutieren jedes Quartal einen Tag über die Märkte und veröffentlichen anschließend unsere gemeinsame Sicht." Dieser "CIO-View" werde dann überall auf der Welt von der DWS vertreten.

Kreuzkamp gebe ein Beispiel, wie der "CIO-View" seinen Weg in die einzelnen Portfolios finde: "Wenn wir davon überzeugt sind, dass der Dollar weiterhin stark bleibt, mag der Manager eines globalen Fonds das auf verschiedene Weise umsetzen: Er kann auf einen steigenden Dollar setzen, er kann die Währung neutral zu seinem Vergleichsindex halten, aber er kann nicht auf einen fallenden Dollar wetten." Er folge also dem CIO-View, behalte aber die nötigen Freiheitsgrade. "Wir veröffentlichen beispielsweise auch Einschätzungen zu den verschiedenen Sektoren", so Kreuzkamp. "Welche Einzeltitel der Fondsmanager dann aber aussucht, bleibt allein seine Entscheidung."

Und wenn der Manager den Dollar doch shorte? "Dann muss er einen guten Grund dafür nennen", betone der langjährige DWS-Manager. "Das kann durchaus vorkommen, etwa weil ein institutioneller Investor in seinem Mandat explizit kein Dollar-Risiko haben möchte. Das ist natürlich völlig in Ordnung." Kreuzkamp sehe in aggregierter Form, welche Positionen vom CIO-View abweichen würden. "Dann kann ich beim Portfoliomanager nachfragen, was es mit diesen Positionen auf sich hat", erläutere er. (05.12.2018/fc/n/s)