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So lässt sich ESG in chinesische A-Aktien integrieren


04.03.19 14:00
ROBECO

Rotterdam (www.fondscheck.de) - Das wachsende Interesse an nachhaltigem Investieren treibt die Veränderungen in den Märkten voran, so die Experten von ROBECO.

In China gebe es dabei besondere Herausforderungen. ROBECO habe eine Methode entwickelt, die die ESG-Integration in chinesische A-Aktien als ein wirkungsvolles Instrument nutze.

Strengere Vorschriften zum Thema Klimawandel oder veränderten Verbraucherpräferenzen in Bezug auf Lebensmittel und Elektroautos würden das gesamte Investitionsumfeld neu gestalten. Nachhaltigkeitsaspekte würden sich immer stärker auf Unternehmen und Anleger auswirken - ein Trend, der für chinesische A-Aktien besonders bedeutsam sei.

Die verlangsamte Konjunkturdynamik in China und der Kurswechsel der Regierung weg von absoluter BIP-Steigerung und hin zu höherer Wachstumsqualität würden auch die Auswirkungen dieser Entwicklung auf Umwelt und Gesellschaft stärker in den Fokus rücken. Unternehmen würden dahin gelenkt, nachhaltiges Wachstum anzustreben - im nationalen und in ihrem eigenen Interesse. Gleichzeitig gerate ihre Unternehmensführung international zunehmend ins Blickfeld, weil der Markt für chinesische A-Aktien für mehr ausländisches Kapital geöffnet werde.

Ein strukturierter Ansatz zur Beurteilung der Chancen und Risiken, die mit diesen Veränderungen einhergehen würden, könne Anlegern helfen, fundiertere Entscheidungen zu treffen und Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen. Dies werde immer wichtiger, weil sich die Öffnung von Chinas Aktienmarkt in den letzten zwölf Monaten beschleunigt habe. MSCI und FTSE Russell, zwei weltweit führende Indexanbieter, würden die Aufnahme von A-Aktien in ihre großen Indices vorantreiben.

Dies werde auf lange Sicht zu einer grundlegenden Veränderung der Beteiligungsdynamik am Markt für A-Aktien führen. Anders als die Aktienmärkte der Industrieländer würden lokale Fonds und insbesondere inländische Privatanleger den Markt für chinesische A-Aktien dominieren. Ausländische Anleger würden größere Disziplin im Hinblick auf die Berücksichtigung von ESG-Kriterien besitzen, was institutionelle Investoren in China veranlassen dürfte, ihrem Beispiel zu folgen. Das bedeute: Die Beachtung von ESG-Kriterien in China sei ein unumkehrbarer Trend geworden und Unternehmen und Anleger, die sich dem nicht anschließen würden, würden ins Hintertreffen geraten.

Als Pionier auf dem Gebiet des Sustainability Investing sei ROBECO seit langem davon überzeugt, dass es nützlich sei, ESG-Grundsätze auf fundamentale Aktieninvestments anzuwenden. Die Experten hätten in den Anlageprozess ihrer Strategie für chinesische A-Aktien von Anfang an ESG-Kriterien integriert.

Bei ihren Portfolio-Positionen würden die Experten von ROBECO ESG-Profile zu 100 Prozent berücksichtigen, und beim chinesischen Aktienuniversum seien es über 70 Prozent. Dabei würden die Experten viel mehr tun, als nur an der Oberfläche zu kratzen, indem sie sich nicht nur von externen Datenanbietern ermittelte ESG-Ratings ansehen würden. Unsere ESG-Analysen basieren auf ROBECOs globalem Rahmenkonzept und werden auf die Besonderheiten des chinesischen Aktienmarkts zugeschnitten, so die Experten von ROBECO. (04.03.2019/fc/n/s)