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Smart-Beta: Wachstum in einer Post-Covid-Wirtschaft schützen


05.11.21 10:30
State Street Global Advisors

Boston (www.fondscheck.de) - In unserem neuesten Smart-Beta-Kompass befassen wir uns mit der Frage, wie Anleger versuchen können, die Portfoliogewinne der letzten Jahre zu schützen, während wir uns auf eine neue, Post-Pandemie-Wirtschaft zubewegen, so die Experten von State Street Global Advisors in ihrem aktuellen "SPDR Strategie Espresso".

Außerdem würden die Experten von State Street Global Advisors die jüngste Faktor-Performance und die Ströme von Smart-Beta-ETFs sowie die Fundamentaldaten und Korrelationen der Faktoren analysieren, um den Anlegern eine Orientierungshilfe für das kommende Quartal zu geben.

Die globalen Volkswirtschaften seien auf dem besten Weg zu dem Produktions- und Konsumniveau vor der Pandemie zurückzukehren. Die Lieferketten für Waren und Arbeitskräfte seien zwar nach wie vor problematisch, das Vertrauen der Verbraucher habe zum einen durch die Rückkehr der Mobilität und zum anderen durch das Ende der Betriebsschließungen die Nachfrage jedoch angekurbelt. Während die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage weiterhin Inflationsängste schüre, würden die Zentralbanken weltweit eine mittelfristige Normalisierung der Zinspolitik signalisieren.

Im Marktausblick für das dritte Quartal wiesen wir darauf hin, dass sich angesichts der anziehenden Konjunktur weiterhin die Möglichkeit bietet, auf Erholungstendenzen zu setzen, so die Experten von State Street Global Advisors. Die Experten seien davon ausgegangen, dass Dividendenwerte der Rally folgen würden, die in der ersten Jahreshälfte bei Substanzwerten zu beobachten gewesen sei. Auch wenn die Experten mit diesem Trade vielleicht zu früh dran gewesen seien, würden die längerfristigen Marktaussichten auf steigende Inflationserwartungen und höhere Zinssätze hindeuten. Trotz der Transparenz der Zentralbanken sollten Anleger auf dem Weg zur wirtschaftlichen Erholung mit weiterer Marktvolatilität rechnen.

Anleger, die von einem Jahrzehnt wachstumsgetriebener Vermögenspreisexpansion profitiert hätten, könnten höhere Zinsen am Horizont sehen. Daher könnte es an der Zeit sein, nach Möglichkeiten zu suchen, das Portfoliowachstum in der Wirtschaft nach der Pandemie zu schützen. Die Experten von State Street Global Advisors würden glauben, dass dies bedeute, die Diversifizierungsvorteile von Dividenden in US-amerikanischen und globalen Aktien zu nutzen und gleichzeitig das Value Play in Europa zu betonen.

In den Jahren, seit die US-Notenbank ("FED") zu einer lockeren Geldpolitik und niedrigen Zinssätzen zurückgekehrt sei, hätten die US-Anleger von Wachstumswerten profitiert. Das habe teilweise zu einer Konzentration des S&P 500-Index auf ein Niveau geführt, das seit den Siebzigern nicht mehr erreicht worden sei. Anlegern, die in der beliebten US-Aktienbenchmark investiert seien, sei das zugutegekommen. Im vierten Quartal 2021 werde die US-Notenbank (FED) aber voraussichtlich ihre Pläne zur Reduzierung der Wertpapierkäufe, die für niedrige Renditen ausschlaggebend seien, bekannt geben. Die Anleger müssten daher prüfen, ob sie weiterhin bereit seien, in den damaligen "Gewinnern" des easy money investiert zu bleiben. Das letzte Mal, als die FED die Zinsen angehoben habe (Dezember 2015), habe dies eine Phase der Outperformance bei Dividendenwerten ausgelöst. (Ausgabe vom 02.11.2021) (05.11.2021/fc/n/s)