Scope gibt vier offenen Immobilienfonds bessere Noten - Fondsnews


07.06.19 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Aufbruchstimmung bei Anbietern offener Immobilienfonds: Das Sortiment an investierbaren Portfolios für private Anleger wächst nach langer Stagnation wieder deutlich, so die Experten von "FONDS professionell".

Alleine im laufenden Jahr seien drei neue Sammelstellen an den Start gegangen - oder seien von ihren Entwicklern zumindest schon angekündigt worden. Anleger und ihre Berater würden damit langsam wieder ein "Problem" bekommen: Sie müssten entscheiden, welcher Fonds für sie der richtige sei. Die Ratingagentur Scope greife ihnen dabei mit ihren Ratings unter die Arme.

Die aktuellen Einschätzungen der Berliner Analysten zu insgesamt 20 offenen immobilien-Portfolios - darunter 13 für private und sieben für professionelle Anleger – würden einige Veränderungen zeigen: Sechs Produkte, darunter eines für Institutionelle, habe Scope entweder besser oder schlechter eingestuft.

Die Meinung zu den übrigen Fonds habe sich im Vergleich zur Bewerung von vor einem Jahr nicht geändert. Es bleibe dabei: Nur einer, der Wertgrund WohnSelect, habe die Bestnote (aaa) eingeheimst. Mit dem institutionellen Investoren vorbehaltenen WestInvest Targetselect Hotels habe ein Produkt immerhin die zweitbeste Note (aa+) erhalten, drei weitere hätten ein (aa) ergattern können.

In der neuesten Segmentschau habe Scope aber noch andere Details zu den Produkten zusammengetragen. So hätten die Analysten herausgefunden, dass die durchschnittliche Rendite der bewerteten offenen Immobilienpublikumsfonds im vergangenen Jahr 3,1 Prozent p.a. betragen habe. Für 2019 seien die Aussichten aber leicht gedämpft. Neun von zehn Anbietern würden eine Performance von unter drei Prozent erwarten. Rund die Hälfte der Befragten rechne in diesem Jahr mit Performance-Werten in einem Korridor von 2,5 bis 3,0 Prozent.

Das seien laut Scope im aktuellen Marktumfeld aber immer noch vergleichsweise attraktive Renditen. Daher würden die Fondsexperten eine bleibend starke Nachfrage erwarten. Zahlreiche Fonds müssten deshalb die Mittelzuflüsse begrenzen. Exakt dieser Nachfrage-Überhang habe denn auch bereits zur Auflage oder zumindest Planung neuer Produkte geführt.

Kein Wunder also, dass die Laune der Anbieter offener Immobilienfonds blendend bleibe. Mehr als 80 Prozent von ihnen würden ihre Lage in diesem Jahr als gut oder sogar sehr gut beurteilen, so Scope. Auch für 2020 sei keine Eintrübung der Stimmung in Sicht. Die positive Einschätzung gehe mit einem weiterhin hohen Niveau erwarteter Mittelzuflüsse einher: Alle Anbieter würden für ihre Zunft in diesem Jahr Netto-Mittelzuflüsse erwarten. Fast 60 Prozent würden sogar mit deutlichen Zuflüssen rechnen.

Welche Immobilienportfolios seien in der aktuellen Scope-Wettbewerbsschau heraufgestuft worden und welcher Fonds habe schlechter abgeschnitten?

WestInvest ImmoValue: Von aa- auf aa heraufgestuft
Das Gesamtrating des Fonds habe sich aufgrund der laut BVI-Daten per Ende 2018 auf 4,7 Prozent gestiegenen Einjahresrendite verbessert. Die Risikoeinschätzung habe sich hingegen leicht verschlechtert. Insgesamt weise der Fonds aber eine sehr gute regionale Diversifikation auf, die hinsichtlich der Nutzungsarten strategisch bedingt mit 80 Prozent von Büroimmobilien dominiert werde. Hervorzuheben sei laut Scope zudem die per 31. Dezember 2018 mit 97,5 Prozent sehr hohe Vermietungsquote.

WestInvest InterSelect: Von a auf a+ heraufgestuft
Das Rating des Fonds habe sich insbesondere aufgrund der deutlich gestiegenen Fondsperformance auf 3,3 Prozent (Stichtag 31. Dezember 2018) nach 1,7 Prozent im Jahr 2017 verbessert. Zudem habe das Management den Abbau von Leerstand vorangetrieben, sodass die Vermietungsquote im Vorjahresvergleich von 93,7 deutlich auf 96,2 Prozent gestiegen sei. Zudem beurteile Scope die regionale Diversifikation des Fonds deutlich positiv. Die Größen- und Altersstruktur des Immobilienportfolios sei hingegen nur unterdurchschnittlich.

Fokus Wohnen Deutschland: Von a+ auf aa- heraufgestuft
Die Verbesserung der Ratingnote resultiere wie bei den beiden anderen Fonds aus der stark gestiegenen Rendite. Die Einjahresrendite gemäß BVI habe zum 31. Dezember 2018 bei satten 6,2 Prozent gelegen. Das Immobilienportfolio des Fonds verfüge Scope zufolge über ausgeprägte Stärken in der Alters- und Größenstruktur seiner Immobilien, die allesamt als sehr fungibel eingeschätzt würden. Im Vorjahresvergleich sei die Vermietungsquote allerdings leicht von 96,8 auf 95,2 Prozent gesunken. Der Grund seien kurz vor Jahresende fertig gestellte Neubauprojekte.

grundbesitz global (ISIN DE0009807057 / WKN 980705): Von bbb+ auf a- heraufgestuft
Die Verbesserung des Ratings resultiere laut Erläuterung der Ratingagentur insbesondere aus den eingeleiteten Maßnahmen zur Stabilisierung des Fonds. Diese hätten zu einer weiteren deutlichen Erhöhung der Vermietungsquote und der Fondsrendite geführt. Der regional sehr gut diversifizierte Fonds weise laut Scope in der Vergleichsgruppe der Globalfonds mit rund 2,5 Prozent per 31. Dezember 2018 inzwischen die höchste Rendite auf. Die Vermietungsquote sei im Vergleich zum Vorjahr weiter deutlich von 90,4 auf 95,5 Prozent gestiegen. Hiermit weise der grundbesitz global nunmehr einen im Branchenvergleich durchschnittlichen Wert auf, nachdem er über Jahre hinweg das Schlusslicht gebildet habe. Weniger gut sei es dagegen gelaufen für den…

Deka-Immobilien Global (ISIN DE0007483612 / WKN 748361): Von a+ auf a herabgestuft
Scope habe die Ratingnote des Deka-Immobilien Global aufgrund der gesunkenen und aktuell deutlich unterdurchschnittlichen Rendite sowie der gesunkenen Bewertung des Immobilienportfolios abgesenkt. Bei den Vermietungsparametern erziele der Fonds im Vergleich zu seiner Wettbewerbsgruppe hingegen überdurchschnittliche Ergebnisse, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr die Vermietungsquote von 97,0 auf nunmehr 95,7 Prozent gesunken sei. (News vom 06.06.2019) (07.06.2019/fc/n/s)





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