Scope gibt drei offenen Immobilienfonds bessere Noten - Fondsnews


13.06.18 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Berliner Ratingagentur Scope hat ihre Marktstudie zu offenen Immobilienfonds auf den neuesten Stand gebracht - mit besseren Resultaten für drei Portfolios und einer Herabstufung, so die Experten von "FONDS professionell".

Insgesamt könne nur ein Produkt die Beobachter restlos überzeugen.

Offene Immobilienfonds würden sich bei privaten Anlegern, ungeachtet der mittel- bis langfristig eher schmalen Renditen, weiterhin großer Beliebtheit erfreuen. 2017 hätten Investoren den Portfolios in Summe knapp 6,7 Milliarden Euro an frischem Geld anvertraut. Auch im laufenden Jahr dürfte es gut laufen: Die Mehrheit der Fondsgesellschaften rechne laut einer aktuellen Umfrage der Berliner Ratingagentur Scope mit unverändert deutlichen Zuflüssen. Ein weiteres Viertel gehe zumindest von moderaten Zuflüssen aus. Nicht eine einzige Gesellschaft erwarte, dass Anleger unter dem Strich Gelder abziehen würden.

Aber in welchen Fonds sollten private Investoren ihr Geld lenken? Scope liefere dafür Indikatoren in der Studie. Die Fondsexperten hätten etwa die Ratings von drei Publikumsfonds nach oben gestuft. Nur die Qualität eines Portfolios habe sich nach ihrer Meinung verschlechtert. Die Fondsbeobachter hätten ferner insgesamt 14 Produkte für Privatanleger geprüft. Nur eines habe die Bestnote (aaa) bekommen. Drei weitere hätten immerhin ein (aa-) erhalten - die eigentlich zweitbeste Note (aa+) habe Scope gar nicht vergeben.

Scope habe in der Studie noch weitere Ergebnisse neben den Ratings veröffentlicht. So seien die Liquiditätsquoten der Portfolios stabil auf hohem Niveau. Trotz der anhaltend hohen Mittelzuflüsse liege diese Quote durchschnittlich bei 21 Prozent - nach 22,2 Prozent in 2016. Der Grund für den minimalen Rückgang sei die effektive Steuerung des Bargeldes und vor allem sehr rege Investitionsaktivitäten.

Die Experten würden aber kritisieren, dass die Zahl immer noch zu hoch sei. Denn die Barmittel könnten nur schlecht verzinst angelegt werden und würden damit auf die Performance der Fonds drücken.

Die Ratingagentur beziffere auch die erwähnten Investitionen: 2017 seien es insgesamt 9,2 Milliarden Euro gewesen. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 seien Objekte mit einem Volumen von zusammen 6,3 Milliarden Euro erworben worden. Die Zunahme des Investitionsvolumens sei vor allem auf die nach wie vor hohen Mittelzuflüsse zurückzuführen.

Die kauffreudigsten Fonds 2017 seien der hausInvest und der Uniimmo: Europa gewesen. Beide Portfolios hätten jeweils Objekte für mehr als 1,5 Milliarden Euro in ihre Portfolios übernommen.

Im Folgenden welche drei Immobilienportfolios in der aktuellen Scope-Wettbewerbsschau heraufgestuft worden seien und welcher Fonds schlechter abgeschnitten habe:

Deka-Immobilien Europa (ISIN DE0009809566 / WKN 980956) von a+ auf aa- heraufgestuft: Scope begründe diesen Schritt mit der deutlich gesteigerten Rendite des Fonds. Besonders hervorzuheben sei auch die Diversifikation über Standorte und Nutzungsarten, wobei der Fonds von der Ratingagentur die Höchstnote für die geografische Verteilung erhalten habe.

Grundbesitz Global (ISIN DE0009807057 / WKN 980705) von bbb- auf bbb+ heraufgestuft: Die Experten aus Berlin würden diesen Schritt mit der im Vergleich zum Vorjahr verbesserten Qualität des Portfolios begründen. Dies sei sowohl einer Verbesserung der Vermietungsparameter als auch des weiteren Ausbaus der geografischen Diversifikation geschuldet.

Wertgrund Wohnselect D von aa- auf aaa heraufgestuft: Die bestmögliche Note erreiche der Fonds laut Scope primär aufgrund seiner für die Anleger außergewöhnlich hohen Rendite, welche vorwiegend aus Verkaufsgewinnen resultiere. Die Einjahresrendite erreiche durch diese Sondereffekte aktuell über 20 Prozent, werde aber aus Sicht von Scope auch zukünftig durch Wertsteigerungen, wenngleich auf deutlich geringerem Niveau, getragen.

Deka Immobilien Nordamerika (ISIN DE000DK0LLA6 / WKN DK0LLA) von a auf a- herabgestuft: Die Schlechterbenotung resultiere insbesondere aus dem aktuell erhöhten Zinsumfeld in den USA und der damit verbundenen erhöhten Rendite von Alternativanlagen im US-Dollar-Währungsraum. (13.06.2018/fc/n/s)





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