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Scope bestätigt das aktuelle Asset Management Rating der Wealthcap Gruppe mit AA (AMR) - Fondsnews


06.03.19 14:00
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Scope bestätigt das aktuelle Asset Management Rating der Wealthcap Gruppe mit AA (AMR) und schätzt somit insgesamt die Qualität und Kompetenz der Wealthcap im Asset Management als sehr hoch ein, so die Experten von Scope Analysis.

Wealthcap zähle mit ihren aktuell 212 Mitarbeitern zu den wenigen Anbietern, die sich im Segment der geschlossenen Publikums-AIF in Deutschland auch nach Einführung des KAGB etabliert hätten und ihr Engagement zusätzlich im institutionellen Sektor deutlich hätten ausbauen können.

Die Assets under Management in Höhe von rund 9,5 Mrd. Euro würden sich zum Stichtag 31.12.2018 zu rund 68% (rund 6,5 Mrd. Euro) auf das Kernsegment Immobilien verteilen. Ihm folge Private Equity als zweitgrößter Bereich mit rund 0,9 Mrd. Euro und die Bereiche Zweitmarkt- und Portfoliofonds zu rund 0,6 Mrd. Euro und Flugzeuge zu rund 0,3 Mrd. Euro. Auf sonstige Assetklassen würden weitere rund 1,3 Mrd. Euro entfallen.

Seit Einführung des KAGB habe Wealthcap zwölf Publikums-AIF aufgelegt und sei mit teilweise sehr großvolumigen Fonds Marktführer im Segment der geschlossenen Publikumsfonds. Diese große Bandbreite an Assetklassen, die Wealthcap Privatanlegern weiterhin anbiete, hebe das Unternehmen deutlich aus dem Mitbewerberumfeld hervor. Gleichfalls sei Wealthcap mit 218 Mio. Euro platziertem Eigenkapital im Jahr 2018 der platzierungsstärkste Anbieter im Segment der geschlossenen Publikums-AIF. Neben dem starken Publikums-Segment habe Wealthcap bisher sieben Spezial-AIF in Deutschland und vier Beratermandate in Luxemburg aufgelegt und habe im Zeitraum 2014 bis 2018 insgesamt rund eine Mrd. Euro Eigenkapital bei institutionellen Investoren platzieren können.

Auf Grundlage ihrer aktuellen Wachstumsstrategie, zum einen in Form der Produkterweiterung (Spezial-AIFs, Anlagevermittlung, Mandatsgeschäft, Real Estate Services) und zum anderen durch Erschließung neuer Zielgruppen im institutionellen Bereich, plane Wealthcap in den nächsten fünf Jahren die Assets under Management weiter signifikant zu steigern, wenngleich diese aktuell aufgrund von erfolgten Fondsauflösungen im Jahr 2018 um rund fünf Prozent gesunken seien.

Um die strategischen Ziele zu erreichen, würden alle Aktivitäten in der Wealthcap Kapitalverwaltungsgesellschaft gebündelt, was Scope als zielführend beurteile. Des Weiteren sei die bisherige Geschäftsführung mit Gabriele Volz und Dr. Rainer Krütten um einen dritten Geschäftsführer, Sven Markus Schmitt, erweitert und die entsprechenden Verantwortlichkeiten strategiekonform neu zugeordnet worden. Gleichfalls seien die Bereiche Real-Estate und Alternative Assets neu ausgerichtet worden.

Das Unternehmen verfüge mit seinem institutionellen Hintergrund über ein ausgebautes Vertriebsnetz mit engen Kommunikationswegen sowie eine sehr hohe Stabilität und Finanzierungsfähigkeit. Diese erlaube eine Strategie des Warehousings in sämtlichen Anlagesegmenten, was einen eindeutigen Wettbewerbsvorteil darstelle. Zudem gelinge es, in kurzen Zeiträumen eine Vielzahl von Anlegern mit adäquaten Informationen und kundenspezifischen Lösungen zu erreichen, was positiv von Scope bewertet werde.

Die Beratungsqualität, insbesondere im Bankenverbund, werde von Scope als hoch beurteilt. Moderne Kommunikationswege würden im Beratungsprozess aktiv genutzt und würden so einen engen Kontakt zwischen Endkunden und Produktverantwortlichen herstellen. Es gelinge somit in kurzen Zeiträumen, eine Vielzahl von Beratern mit adäquaten Informationen und kundenspezifischen Lösungen zu erreichen. Mit interaktiven Präsentationen würden Produkte und Investmentstrategien digital und bedarfsgerecht vorgestellt, was Scope positiv in der Bewertung berücksichtigt habe.

Wealthcap dokumentiere entsprechend ihrem institutionellen Hintergrund sehr hohe Standards der Prozessabläufe und die gegenüber Scope vorgelegten Dokumentationen seien in detaillierter Weise ausgearbeitet und würden eine hervorragende Qualität zeigen. Das Unternehmen verfüge über eine ausgezeichnete Verzahnung der IT-Systeme und sei hinsichtlich seiner Compliance in die Strukturen der UniCredit Bank AG mit ihren sehr hohen Standards eingebunden.

Der Bereich Immobilien verfolge eine kontinuierliche und stabilitätsorientierte Strategie, die auf Core und Core Plus Büro-Investitionen, vornehmlich in stabilen Lagen Deutschlands, und selektiv ausgewählte Standorte in den USA ausgerichtet sei. Wealthcap verfüge insbesondere in Deutschland über ausgebaute Kompetenzen, besonders im Bereich Office und Retail. Investments in den USA würden vor Ort mit einer eigenen Niederlassung in Atlanta und in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner CBRE Global Investors betreut. Neue Produkte seien in den USA aufgrund der aktuellen politischen Situation jedoch nicht geplant.

2018 habe Wealthcap die günstige Marktlage für Immobilienverkäufe in Deutschland ausgenutzt und so im Publikumsfondsbereich die höchsten Ausschüttungen ihrer bisherigen Unternehmensgeschichte leisten können. Gleichfalls habe Wealthcap durch die Immobilienverkäufe die Qualität des Immobilienportfolios erheblich verbessern können, was Scope als erfolgreiche Asset Management-Leistung positiv würdige.

Um sich zukünftig im Immobilien-Segment noch stärker auf Kernkompetenzen im Asset-, Portfolio- und Transaktionsmanagement zu konzentrieren werde das Property- und Facility-Management ausgelagert. Strategische Partnerschaften im Bereich der Handelsimmobilien sowie im Wohnsegment würden die Neupositionierung für dieses Segment abrunden. Die Performance im Segment Immobilien werde als überdurchschnittlich bewertet.

Im Anlagesegment Portfolio- und Zweitmarktfonds könne die Gesellschaft aus Sicht von Scope mit einem langjährigen Marktauftritt, innovativen Konzepten und einer insgesamt guten Performance überzeugen. Eine effiziente Organisationsstruktur, sehr hohe Strukturierungs- und Bewertungsqualität sowie das Ausschöpfen der Synergiepotenziale innerhalb des Unternehmens würden hier zum insgesamt sehr guten Segmentrating beitragen. Hervorzuheben sei insbesondere die sehr hohe Qualität der Bewertungssystematik im Bereich Zweitmarkt. Knapp 68 Prozent des Anlagevolumens dieses Segmentes würden dabei auf fünf Zweitmarktfonds entfallen, die restlichen 32% seien in drei Sachwertdachfonds gebunden.

Bei der überwiegenden Mehrzahl der durch Wealthcap aufgelegten Private-Equity-Dachfonds stünden Large-Buyout-Fonds im Fokus. Die Investmentstrategien würden dabei auf einem "Through The Cycle"-Ansatz fußen, welcher einen langfristigen, mindestens einen vollständigen Konjunkturzyklus umfassenden, Betrachtungshorizont impliziere. Hervorzuheben seien und von Scope positiv beurteilt würden maßgeschneiderte Private Equity Fund-of-Funds-Konstruktionen für (Semi-)Professionals. Im Oktober 2018 sei eine neue Dachfonds-Produktfamilie mit dem Wealthcap Spezial Portfolio 1 gestartet worden. Mit dieser Produktreihe würden Zielfonds sowohl aus dem Bereich Private Equity (mit Fokus Large Buyout) als auch aus dem Bereich Immobilien (Value Add) angebunden. Die Segment-Performance werde als überdurchschnittlich bewertet.

Seit 1996 habe Wealthcap insgesamt 26 Investmentvehikel mit einem Gesamtvolumen von etwa 1,2 Mrd. Euro platziert, die in Flugzeuge investieren würden. Aktuell habe Wealthcap noch drei aktive Investmentvehikel im Bestand. Der Wealthcap 24 investiere über einen Genussschein in einen Dachfonds, während die beiden anderen Fonds in den Airbus A380 investieren würden. Herausforderungen im Segment Flugzeuge bestünden mit dem Flugzeugtyp A380.

Die anhaltende Margenkompression bei Equity-Investments erschwere das Sourcing von geeigneten Flugzeug-Assets, da die zu erwartenden Renditen sich dem Niveau von Fremdkapital-Investments annähern würden. Aufgrund dessen liege der aktuelle Fokus der Wealthcap in diesem Segment auf der Prüfung der Vertriebsfähigkeit eines diversifizierten Aircraft Debt Portfolios für institutionelle Investoren. Hierfür habe Wealthcap bereits einen wichtigen Meilenstein in der Konzeption erreicht, als es gelungen sei, eine Kooperationsvereinbarung mit einem erfahrenen Partner aus dem Bankenbereich zu schließen. (06.03.2019/fc/n/s)