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Scope bestätigt das aktuelle Asset Management Rating der LHI Leasing GmbH mit AA (AMR)


10.11.20 16:30
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Scope bestätigt das aktuelle Asset Management Rating der LHI Leasing GmbH mit AA (AMR), so die Experten von Scope Analysis.

Scope bescheinige insgesamt eine sehr hohe Asset Management Qualität und Kompetenz. Der Teilbereich Aviation werde von A+ (AMR) auf AA- (AMR) heraufgestuft, während die Teilbereiche Immobilien und Erneuerbare Energien mit jeweils AA (AMR) bestätigt würden.

Die LHI Leasing GmbH verwalte zum Ratingstichtag 31.12.2019 Vermögenswerte im Wert von rund 15,5 Mrd. Euro (31.12.2018: 16,4 Mrd. Euro) und zeichne sich durch ein diversifiziertes Geschäftsmodell aus. Standbeine seien die Bereiche Leasinggestaltungen und strukturierte Finanzierungen, Bestandsverwaltung von Immobilienportfolios sowie sachwertgedeckte Kapitalanlagen.

Die eigene Kapitalverwaltungsgesellschaft übernehme die zentralen Aufgaben im Risiko-, Portfolio- und Asset Management. Das breite und innovative Produktangebot richte sich derzeit ausschließlich an institutionelle Kunden.

Der Bereich sachwertgedeckte Kapitalanlagen, auf den sich dieses Asset Management Rating beziehe, umfasse 94 aktive Investmentvehikel mit zusammen 4,4 Mrd. Euro verwaltetem Vermögen per 31.12.2019, verteilt auf die Assetklassen Immobilien (53%), Erneuerbare Energien (29%) und Aviation (18%). Nachdem 2019 ein hohes Neugeschäftsvolumen von 1,2 Mrd. Euro habe generiert werden können, sei auch in diesem Jahr ein weiteres Wachstum dieses Bereiches auf aktuell 5 Mrd. Euro gelungen.

Das Rating werde wesentlich gestützt durch (1) die sehr umfangreiche Branchenerfahrung und lange Betriebszugehörigkeit der Geschäftsführung sowie der zweiten Führungsebene, (2) das diversifizierte, profitable Geschäftsmodell mit breiter Einnahmebasis und hoher Fixkostendeckung aufgrund gut planbarer Verwaltungsvergütungen, (3) die hervorragende Kompetenz in der Strukturierung von individuellen Produktlösungen für institutionelle Anleger und Begleitung durch langjährige, erfahrene Relationship Manager, (4) die gute bis sehr gute Investmentperformance in den drei betrachteten Assetklassen und (5) erprobte und moderne operative Prozesse sowie effektive Mechanismen der Risikokontrolle und Compliance.

Aus Sicht von Scope stelle die hohe Fixkostendeckung einen Wettbewerbsvorteil dar, da hierdurch ein selektives Vorgehen in den relevanten Assetmärkten ermöglicht werde, was im Einklang mit der auf Langfristigkeit und Reputationssicherung angelegten mittelstandstypischen Ausrichtung des Unternehmens stehe. Positiv beurteile Scope auch, dass inzwischen häufiger Investoren eigene Assets zu Anlagevehikeln beisteuern und hierfür die Strukturierungskompetenz der LHI Leasing GmbH ("LHI") nachfragen würden, was deren gefestigte Marktposition als institutioneller Asset Manager unterstreiche.

Die LHI habe mit ihrem weitgehend in Pullach zentralisierten Personal eine geografische Ausweitung der Investitionsmärkte auf die Niederlande, Dänemark und Portugal im Bereich Erneuerbare Energien sowie auf Wien/Österreich im Bereich Immobilien vorgenommen. Im Bereich Erneuerbare Energien sei außerdem der Bestand in Frankreich weiter ausgebaut worden. Aus Sicht von Scope wäre perspektivisch ein Aufbau von eigenem Personal in gewachsenen ausländischen Zielmärkten wünschenswert. Momentan werde dies jedoch durch die gezielte Einstellung französischer und anderer internationaler Mitarbeiter im Portfoliomanagement gut abgedeckt.

Die Übergabe an die neue Geschäftsführung verlaufe planmäßig. Der Übergabeprozess werde zum 31.12.2020 mit dem kompletten Rückzug der vier bisherigen Geschäftsführer abgeschlossen sein. Diese würden dem Unternehmen weiter als Gesellschafter erhalten bleiben, und die zukünftig geplante aktive Ausübung der Beiratsfunktion durch Oliver Porr und Robert Soethe sorge für Kontinuität und den Erhalt von wichtigem Firmenwissen.

In der Assetklasse Immobilien verteile sich das aktuelle Investmentvermögen von 2,6 Mrd. Euro mit 36% auf die Nutzungsarten Büro und 28% auf Handel (Schwerpunkt Nahversorgungszentren). Hotel-Investments würden rund 20% ausmachen, während Logistik, Wohnen sowie weitere Nutzungsarten das Spektrum komplettieren würden. Die verwaltete Mietfläche von aktuell rund 1,3 Mio. qm sei mit 99% faktisch vollvermietet und die durchschnittliche Auszahlung der Investmentvehikel habe im Jahr 2019 mit rund 4,73% auf einem attraktiven Niveau gelegen.

Das Investmentvermögen in der Assetklasse Erneuerbare Energien fokussiere sich auf Onshore-Windparks sowie Photovoltaik-Anlagen. Insgesamt würden aktuell 1,4 Mrd. Euro mit einer Nennleistung von rund 678 MW/MWp aktiv gemanagt, die sich aus 57% Windpark und 43% Solarpark zusammensetzen würden. 2019 habe die durchschnittliche Auszahlung der Investments bei rund 4,95% gelegen, was einem sehr wettbewerbsfähigen Renditeniveau entspreche.

Im Bereich Aviation verwalte die LHI aktuell 13 aktive Investments aus den Bereichen Flugzeuge, Helikopter sowie Flugzeugturbinen. In ihrer Historie habe die Gruppe bisher insgesamt ein Investmentvermögen von insgesamt rund einer Mrd. Euro in diesem Segment aufgelegt und verfüge über ein gewachsenes, internationales Netzwerk. Sale-and-Lease-Back-Transaktionen aus dem Jahr 2019, bei denen zwei Airbus A220 mit dem Leasingnehmer Air Baltic in einen Spezialfonds hätten eingebracht werden können, seien ein Beispiel für die Originations- und Strukturierungskompetenz im Aviation-Bereich der LHI, der 2019 eine durchschnittliche Auszahlung von 4,89% für seine Anleger erzielt habe.

Bezüglich der aktuellen Covid-19-Krise sei positiv anzumerken, dass es bisher keine gravierenden Auswirkungen auf die Investmentperformance, Risikotragfähigkeit oder Geschäftsentwicklung zu verzeichnen gegeben habe. Der Bereich Erneuerbare Energien profitiere sogar spürbar von dem seit Corona gewachsenen Interesse institutioneller Anleger an Infrastrukturinvestments und erweitere konsequent die Investitionsländer und den Investitionsfokus (PPA-Verträge, Wasserkraft sowie Zukunftstechnologien). Hiermit einher gehe eine Aufstockung des Personals im Transaktions- und Portfoliomanagement sowie der Technik.

Im Bereich Immobilien würdige Scope den seit Jahren von der LHI proaktiv vorgenommenen Abbau von Einzelhandels-Investments; der verstärkte Investitionsfokus auf nachhaltige Infrastruktur- und Sozialimmobilien werde als schlüssig eingeschätzt, ebenso das erste Immobilieninvestment im angrenzenden Ausland (Wien). Im Bereich Aviation beabsichtige die LHI, von der Nachfrage nach privater Finanzierung zu höheren Renditen und risikoärmeren Strukturen zu profitieren. Darüber hinaus betrachte Scope die Investition in Frachtflugzeuge und Rettungshelikopter im letzten Jahr als eine gelungene Portfoliomanagement-Entscheidung, da diese von der Krise bisher eher profitieren würden. (10.11.2020/fc/n/s)