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Scope bestätigt das Asset Management Rating der Commerz Real AG mit AA - Fondsnews


08.07.19 14:30
Scope Analysis

Berlin (www.fondscheck.de) - Scope bestätigt das Asset Management Rating der Commerz Real AG mit AA (AMR), so die Experten von Scope Analysis.

Scope bestätige damit die sehr hohe Qualität und Kompetenz der Commerz Real AG im Management sachwertbezogener Investments sowie unternehmerischer Beteiligungen. Die im Rating bewerteten Anlagesegmente seien hierbei erneuerbare Energien und Infrastruktur sowie Flugzeug- und Schiffsinvestments. Im Rahmen eines vorangegangenen Ratings sei das Asset Management der Gesellschaft im Segment Immobilien zudem bereits mit AAAMR bewertet worden.

Die Commerz Real AG (CRAG) zähle mit einer über vierzigjährigen internationalen Historie im Immobilienmanagement zur Gruppe der führenden europäischen Immobilien Investment- und Asset Manager. Für die Bereiche erneuerbare Energien und Infrastruktur sowie Flugzeuge und Schiffe verfüge die Gesellschaft ebenfalls über eine langjährige Historie und zähle zu den etablierten Anbietern am deutschen Markt.

Zum Stichtag 31.12.2018 seien in der Commerz Real AG über 590 Mitarbeiter beschäftigt gewesen. Darüber hinaus würden weitere 39 Mitarbeiter in der Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft arbeiten.

Die Assetklasse Immobilien vereine zum Jahresende 2018 mit 20,9 Mrd. Euro über alle Vehikel rund 68% der gesamten Assets under Management in Höhe von rund 31 Mrd. Euro auf sich. 7,0% würden auf die Assetklasse Erneuerbare Energien/ Infrastruktur sowie 5,8% auf Schiffsinvestments, lediglich 0,4% hingegen auf die Assetklasse Flugzeuge entfallen. Die restlichen 1,2% würden auf Medienfonds entfallen.

Die robuste Einnahmenbasis aus Anlage- und Finanzierungsprodukten und die enge Einbindung in den Commerzbank-Konzern würden aus Sicht von Scope eine sehr hohe Unternehmensstabilität gewährleisten. Im Privatkundenvertrieb profitiere die CRAG von der hohen Expertise der Muttergesellschaft im Online-Banking und im internetbasierten Marketing.

Scope würdige die im Berichtszeitraum sehr erfolgreiche Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie der CRAG über ein firmeneigenes Digital-Werk mit den Kernbereichen digitales Asset Management und digitaler Vertrieb. Untermauert werde dies durch die im Berichtszeitraum geschaffene Position eines Head of Digitalisation. Das klare Bekenntnis zu unternehmerischer Verantwortung und nachhaltigen Produktangeboten fließe ebenfalls positiv in das Rating ein. In diesem Jahr liege für die CRAG neben der Weiterentwicklung der Digitalisierungsstrategie und dem weiteren Ausbau des institutionellen Geschäfts der Themenkomplex Nachhaltigkeit verstärkt im Fokus.

Die anhaltend hohe Fluktuation im Vorstandsbereich der Gesellschaft begrenze das Rating. Gleichwohl erachte Scope die rasche Umsetzung neuer strategischer Ressortzuschnitte bei geringer Anzahl der Mitglieder im Vorstand sowie die Besetzung der Bereichsleiterpositionen mit langjährig erfahrenen Experten als zielführend.

Wesentliche Faktoren für das sehr gute Ratingergebnis seien unter anderem die sehr gute Performance der Anlagevehikel im erneuerbaren Energien- und Infrastruktursegment. Hier hätten vor allem die prospektierten Renditeprognosen im Solarbereich für jedes Jahr des Zeitraumes 2015 bis 2018 übertroffen werden können. Institutionelle Investoren bediene die Gesellschaft mit maßgeschneiderten Immobilieninvestments und Strukturierungen. Zuletzt sei über ein Konsortium die großvolumige Beteiligung an einem bereits am Netz angeschlossenen deutschen Offshore-Windpark erfolgt.

Der Assetklassen-übergreifende Preiswettbewerb und die damit erschwerte strategiekonforme Anbindung von Sachwerten gestalte sich im derzeitigen Wettbewerbsumfeld nach wie vor schwierig. Die Commerz Real stelle sich dieser Herausforderung mittels einer selektiven Ankaufspolitik, vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien. In den Jahren 2017 und 2018 hätten jeweils vier Onshore-Windparks angebunden werden können, Photovoltaikparks hingegen weiterhin nicht.

Branchenüberdurchschnittlich sei die vorgehaltene hohe technische Kompetenz im Bereich erneuerbarer Energien. Partnerschaften mit renommierten Dienstleistern wie dem Fraunhofer-Institut und TÜV-Süd im erneuerbare Energien-Bereich seien positive Ratingtreiber.

Seit 2010 seien insgesamt drei Flugzeugfonds mit einem Eigenkapitalvolumen in Höhe von insgesamt rund 102 Mio. Euro als geschlossene Publikumsfonds emittiert worden. Aufgrund der Insolvenz des Leasingnehmers Air Berlin sei die vorzeitige Auflösung der CFB-Fonds 176 und 178 erfolgt. Trotz der Insolvenz hätten beide Fonds für die Anleger eine Vorsteuerrendite von rund 6% (IRR) erzielen können. Somit befinde sich aktuell mit dem CFB Invest Flugzeuginvestment 1 nur noch ein Flugzeugfonds in der Verwaltung. Gemäß Aussage des Initiators sei der bisherige Verlauf des Investments in eine Boeing 777-300ER bislang plangemäß.

Die langjährig im Flugzeugumfeld bestehende Expertise habe das Asset Management im Falle der beiden durch die Insolvenz von Air Berlin betroffenen Flugzeugpublikumsfonds unter Beweis stellen können. Den hierbei erfolgten Fokus auf fungible Flugzeugmodelle und die Tatsache, dass diese nicht in die Insolvenzmasse gefallen seien, würdige Scope klar positiv.

Der Ankauf von Flugzeugen und die Auflage von Publikums- oder Spezial-AIF in dieser Assetklasse entspreche aktuell nicht der Investmentstrategie der CRAG, sodass derzeit keine weiteren Ankäufe geplant seien.

Seit der Erstemission des ersten Schiffsfonds 1998 seien bis 2009 insgesamt 20 Fonds von der CRAG emittiert worden. Aktuell würden sich noch insgesamt neun Schiffsfonds mit insgesamt zwölf Schiffen in der Bewirtschaftung befinden.

Überzeugend sei die strategiekonforme Performance der vier LNG-Tanker innerhalb der Assetklasse Schiffe, während sich die Containerschiff-Investments nicht der Krise an den Schiffsmärkten hätten entziehen können. Alles in allem weise die aktuelle Bestandsflotte jedoch eine vergleichsweise hohe durchschnittliche Restlaufzeit der Charterverträge von 7,8 Jahren auf. Marktseitig bedingt seien seit 2009 keine neuen Fonds aufgelegt worden. (08.07.2019/fc/n/s)