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Schroders verliert Milliardenmandat - Fondsnews


01.08.17 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der britische Fondsanbieter Schroders hat einen milliardenschweren Auftrag verloren, so die Experten von "FONDS professionell".

Der US-Lebensversicherer Prudential Finanical habe ein Mandat in Höhe von 6,3 Milliarden Dollar (5,3 Milliarden Euro) abgezogen. Der Konzern wolle das Geld künftig hausintern verwalten. Dies berichte die Wirtschaftszeitung "Financial Times" und berufe sich dabei auf eine Meldung des Versicherers an die US-Aufsicht.

Der verlorene Kunde sei ein schwerer Schlag bei den Bemühungen des britischen Traditionshauses, das Nordamerika-Geschäft auszubauen. Zudem dämpfe der Abzug die Absatzzahlen. Für das erste Halbjahr 2017 stehe nunmehr nur noch ein Mittelaufkommen in Höhe von 800 Millionen Pfund (895 Millionen Euro). Im entsprechenden Vorjahreszeitraum habe Schroders noch eine Milliarde Pfund eingesammelt.

Trotz des Rückschlags sei das verwaltete Vermögen von 344 im Vorjahr auf 418 Milliarden Pfund geklettert. Der Gewinn vor Steuern habe im ersten Semester um 23 Prozent auf 362 Millionen Pfund zugelegt. Die Konzernführung gebe sich optimistisch. "Wir haben unser globales Geschäftsmodell weiter ausgebaut und sind davon überzeugt, dass wir auch zukünftig neue Investitionsfelder erkennen und erschließen werden", so Peter Harrison, Vorstandschef von Schroders.

Einige Konkurrenten hätten einen besseren Start ins Jahr gemeldet. Die Deutsche Asset Management etwa habe nach einem schweren Vorjahr im ersten Halbjahr elf Milliarden Euro einsammeln können, der kleinere Wettbewerber Jupiter 3,6 Milliarden Pfund. Bei Amundi hingegen hätten Anleger unter dem Strich im zweiten Quartal 3,7 Milliarden Euro abgezogen. Dennoch stehe für das erste Halbjahr bei den Franzosen ein Mittelaufkommen von 30 Milliarden Euro zu Buche. (01.08.2017/fc/n/s)