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Schroders: Institutionelle Investoren sehen Hindernisse bei nachhaltigen Anlagen - Fondsnews


12.10.17 14:30
Schroders

London (www.fondscheck.de) - Nachhaltige Kapitalanlagen stellen für institutionelle Investoren weltweit weiterhin eine beträchtliche Herausforderung dar, so die Experten von Schroders.

Gleichzeitig sei die Mehrheit dieser Investoren jedoch davon überzeugt, dass dieses Anlagekonzept in den nächsten fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen werde. Zu diesem Ergebnis komme die Schroders Institutional Investor Study (SIIS), für die 500 institutionelle Anleger befragt worden seien.

Bedenken hinsichtlich Wertentwicklung, Transparenz und Risiko seien im Bereich nachhaltiger Investitionen weiterhin die größten Hindernisse. Mehr als drei Viertel (77 Prozent) aller Anleger - darunter Pensions- und Staatsfonds sowie Stiftungen – hätten angegeben, dass nachhaltiges Anlegen für sie nach wie vor eine Herausforderung darstelle.

Demgegenüber seien nur 23 Prozent der Investoren der Auffassung, nachhaltige Anlagestrategien seien unkompliziert.

Die Herausforderungen seien offenbar vor allem in Asien hoch: Hier hätten 82 Prozent der Anleger von Schwierigkeiten berichtet, während es in den USA nur 68 Prozent gewesen seien.

Fast die Hälfte (44 Prozent) aller Investoren weltweit habe "Bedenken bei der erwarteten Wertentwicklung" als Hinderungsgrund für nachhaltige Investments bezeichnet. Viele hätten sich von den langfristigen Renditeaussichten des Anlagekonzepts nicht überzeugt gezeigt.

Auf einen "Mangel an Transparenz und Berichtsdaten" hätten sich 41 Prozent der Investoren berufen, während 28 Prozent "Schwierigkeiten bei der Risikobewertung und –steuerung" als ein Hindernis bezeichnet hätten, das langfristigen Investments im Wege stehe.

Trotz dieser Bedenken seien 67 Prozent der Investoren weltweit der Überzeugung gewesen, dass nachhaltige Anlagen in den kommenden fünf Jahren an Bedeutung gewinnen würden. In Lateinamerika seien sogar 85 Prozent dieser Meinung gewesen, während in Asien weniger als zwei Drittel (59 Prozent) diese Ansicht geteilt hätten.

Bemerkenswert sei, dass weltweit 20 Prozent der Investoren bislang nicht von nachhaltigen Anlagekonzepten überzeugt seien. In Lateinamerika liege dieser Anteil sogar bei 29 Prozent, während in Europa die Skepsis mit nur 15 Prozent am geringsten ausgeprägt sei.

Jessica Ground, Global Head of Stewardship bei Schroders, zu den Ergebnissen:

"Es zeigt sich immer deutlicher, dass nachhaltiges Anlegen langfristig zu besseren Ergebnissen für institutionelle Investoren führt.

Deshalb kommt es besonders darauf an, dass Investoren so wenige Herausforderungen wie möglich zu bewältigen haben, wenn sie sich für diesen Ansatz entscheiden. Am besten ist es natürlich, wenn ihnen überhaupt keine begegnen. So sollten Risikobedenken bei nachhaltigen Anlagestrategien eigentlich kein Hindernis darstellen, da diese zukunftsorientierten Herangehensweisen signifikante Risiken wie den Klimawandel berücksichtigen, die von herkömmlichen Risikobemessungsmethoden schlichtweg nicht abgebildet werden.

Im Bereich Wertentwicklung der Anlagen zeigen die von uns ermittelten Daten, dass nachhaltigere Unternehmen länger eine stabile Rendite erzielen, was sie für Investoren zu interessanten Anlagemöglichkeiten macht.

Es ist ermutigend, dass Anlegern die wichtige Rolle nachhaltiger Investitionen zunehmend bewusst wird. Klar ist aber auch, dass noch mehr getan werden muss, damit mehr Investoren auf der ganzen Welt dieses Konzept für sich übernehmen." (12.10.2017/fc/n/s)