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Schroders Institutional Investor Study: Nachhaltigkeit - Anleger halten Stimmrechtsausübung für effektivstes Mittel


18.11.20 13:00
Schroders

London (www.fondscheck.de) - Um nachhaltige Veränderungen in Unternehmen zu erzielen und Nachhaltigkeit in Investmentstrategien zu integrieren, sind aktive Einflussnahme und Stimmrechtsausübung die besten Werkzeuge, so die Experten von Schroders.

Das finde die Mehrheit der institutionellen Anleger (59 Prozent der Institutionen), die für die Schroders Institutional Investor Study 2020 befragt worden seien. Für ebenso zentral würden institutionelle Investoren transparente Berichterstattung und greifbare Ergebnisse halten. Thematisch stünden für sie dabei Umweltfragen im Mittelpunkt - das zweite Jahr infolge.

Nachhaltiges Investieren werde zunehmend zur gängigen Praxis. So habe der Anteil jener Anleger zugenommen, die Nachhaltigkeit in ihren Investmentansätzen integrieren würden, meist über den "Best in Class"-Ansatz: Während dieser Anteil noch vor einem Jahr bei 44 Prozent gelegen habe, betrage er heute 61 Prozent. Gesunken sei dagegen der Anteil jener, die sich für einen Ansatz ohne Nachhaltigkeitsgedanken entschieden hätten - von 53 Prozent im vergangenen Jahr auf 36 Prozent in diesem Jahr.

Zwar würden immer mehr Investoren an eine gute Wertentwicklung nachhaltiger Investments glauben: Weniger als die Hälfte der Teilnehmer (45 Prozent) habe angegeben, dass sie Bedenken bezüglich der Performance nachhaltiger Investments habe - verglichen mit 48 Prozent vor einem Jahr und 51 Prozent 2018. Trotzdem gebe es noch Herausforderungen, etwa Greenwashing: Rund 60 Prozent der befragten Investoren würden das darunter bezeichnete Fehlen klarer, allgemein gültiger Definitionen von nachhaltigem Investieren als Haupthindernis nennen, nachhaltig anzulegen. Darüber hinaus habe fast die Hälfte der Anleger (48 Prozent) beklagt, dass mangelnde Transparenz und wenig verfügbare Daten sie in ihrer Fähigkeit einschränken würden , nachhaltige Investments zu tätigen. Im vergangenen Jahr habe der hierfür gemessene Wert bei 40 Prozent gelegen.

"Anleger erwarten von Asset Managern mehr, wenn es um Nachhaltigkeit geht", sage Andrew Howard, Global Head of Sustainable Investments bei Schroders. "Wir können unseren Kunden beim nachhaltigen Investieren helfen und sie mit eigenen Tools wie SustainEx unterstützen, damit sie ihre Ziele erreichen. Wir begrüßen es aber auch, dass Aufsichtsbehörden konkrete Maßnahmen ergreifen, um gegen Greenwashing vorzugehen. Dies sollte zu wirklichen Veränderungen beitragen und Anleger in die Lage versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen."

Carlos Böhles, Leiter institutionelles Geschäft bei Schroders in Frankfurt am Main, ergänze: "Aus unseren Gesprächen mit Kunden wissen wir: Nachhaltigkeit ist für institutionelle Anleger aus Deutschland und Österreich längst kein Nischenthema mehr. Im Gegenteil fragt diese anspruchsvolle Zielgruppe Nachhaltigkeitsstrategien sehr gezielt und immer häufiger nach. Die Fähigkeit, hierfür passgenaue Lösungen anzubieten, stellt aus unserer Sicht einen wesentlichen Erfolgsfaktor für Asset Manager im zukünftigen Geschäft mit institutionellen Investoren dar." (18.11.2020/fc/n/s)