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SEB AM nimmt Fondspalette unter die "Nachhaltigkeits-Lupe" - Fondsnews


15.06.17 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - SEB Asset Management (SEB AM) verschärft die Nachhaltigkeitskriterien für alle seine Portfolios, so die Experten von "FONDS professionell".

Der Vermögensverwalter mit schwedischen Wurzeln habe seit dem 12. Juni alle Aktien von Unternehmen, die gegen internationale Standards für Umweltschutz, Korruption, Menschenrechte und humane Arbeitsbedingungen verstoßen würden, aus seinen Fonds gestrichen. Bisher hätten diese Regeln nur für explizit nachhaltig anlegende Portfolios von SEB gegolten. Das gehe aus einer Pressemitteilung hervor.

Schon 2014 habe der Vermögensverwalter aber auch aus allen anderen Produkten die Firmen aussortiert, die mit Atomkraft ihr Geld verdienen würden. 2016 hätten die Fondsmanager Aktien von Kohleunternehmen rausgeschmissen.

"Wir haben die Einstiegshürden für Aktien weiter erhöht, indem wir nun Firmen nicht mehr berücksichtigen, die internationale Standards verletzten", erkläre Hans Ek, der Nachhaltigkeitsbeauftragte von SEB AM, und betone, dass Kunden diesen Schritt gewünscht hätten. "Während wir diese Titel direkt aus den aktiv gemanagten Fonds streichen können, wird die Umsetzung unserer neuen Richtlinien bei unseren Indexfonds schrittweise bis Herbst erfolgen", ergänze er.

Das bedeute konkret, dass SEB AM rund 40 Unternehmen aus den Fonds streichen werde. Inklusive der vorhergehenden Anpassungen in den Jahren 2014 und 2016 schrumpfe das Anlageuniversum von SEB um rund 100 Aktien. Die Gesellschaft betone aber, dass sie weiterhin die Auswahl aus mehr als 30.000 Aktien habe.

Zudem sei es im Hinblick auf nachhaltiges Investieren noch wichtiger, diejenigen Firmen herauszupicken, die diese Standards sehr ernst nehmen würden, als die zu streichen, die sie nicht berücksichtigen würden. Darüber hinaus ermuntere man Firmen direkt zu nachhaltigem Wirtschaften. "Es ist die Summe aus diesen drei Ansätzen, welche nachhaltige Investments aus unseren Haus ausmacht", so Ek. (News vom 14.06.2017) (15.06.2017/fc/n/s)