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Robo-Marktführer misst sich mit aktiven Fonds - Fondsnews


10.10.17 12:05
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Der Online-Vermögensverwalter Scalable Capital vergleicht die Wertentwicklung seiner Portfolios künftig mit der aktiver Fonds, so die Experten von "FONDS professionell".

Dies teile das Münchener Start-up in einem Kundennewsletter mit. Demnach weise der Robo-Berater den Kursverlauf seiner 23 Anlagestrategien drei Vergleichskategorien für aktiv gesteuerte Mischfonds der Ratinggesellschaft Morningstar zu. Damit vergleiche der Vermögensverwalter um die Gründer Erik Podzuweit, Florian Pruckner und den Finanzprofessor Stefan Mittnik erstmals seine Leistung direkt mit der traditionellen Konkurrenz und nicht mehr allein mit Marktbarometern für Aktien oder Anleihen.

Scalable setze seine Strategien ausschließlich mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) um. Die Kunden des von der BaFin beaufsichtigten Vermögensverwalters würden einen Online-Fragebogen beantworten und würden dann je nach Risikoneigung in eines der 23 Portfolien eingeteilt. Je nach Marktlage stelle ein Rechenmodell die Zusammensetzung der einzelnen Depots fest. Das Haus habe jüngst angekündigt, mit der Direktbank ING Diba zu kooperieren.

Um den Vergleich mit der aktiven Konkurrenz herzustellen, weise Scalable seine Portfolios je nach Risiko künftig den drei Morningstar-Kategorien "Global Cautions", "Global Moderate" sowie "Global Aggressive" zu. Diese würden weltweit investierende, auf Euro lautende und in Europa zum Vertrieb zugelassene Mischfonds umfassen. Die drei Barometer würden insgesamt die Entwicklung von rund 5.000 Fonds widerspiegeln.

Im dritten Quartal hätten fast alle Anlagestrategien ihren Vergleichsindex übertroffen, heiße es in dem Newsletter. Seit Anfang 2016 habe die Wertentwicklung der Depots aber in etwa auf dem Niveau des jeweiligen Vergleichsindex oder leicht darunter gelegen. Dabei hätten die Morningstar-Indices jedoch stärkere Kursrückschläge verzeichnet. So sei etwa Anfang 2016 die Morningstar-Kategorie "Global Aggressive" um rund 10 Prozent eingebrochen, heiße es weiter. Die risikoreichste Strategie von Scalable habe dagegen nur einen halb so starken Rückgang verbucht. (10.10.2017/fc/n/s)