Offene Immobilienfonds senken Portfolio-Risiko
25.08.10 15:15
BVI
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Offene Immobilienfonds (OIFs) reduzieren in Portfolios privater und institutioneller Investoren das Risiko und verbessern damit das Chance/Risiko-Verhältnis der Vermögensanlage, so die Experten vom BVI.
Das gelte, obwohl sich unter den Vorzeichen der weltweiten Finanzmarktkrise die durchschnittliche langfristige Rendite von OIFs zuletzt deutlich verringert habe und verschiedene Fonds die Anteilscheinrücknahme hätten aussetzen müssen (Liquiditätsrisiko). Zu diesen Ergebnissen komme eine wissenschaftliche Untersuchung eines renommierten Forscherteams um Professor Dr. Lutz Johanning, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Kapitalmarktforschung an der WHU Otto Beisheim School of Management, und Professor Dr. Bernd Rudolph, Vorstand des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Wissenschaftler hätten im Auftrag des BVI Bundesverbands Investment und Asset Management eine Studie aus dem Jahr 2008 aktualisiert, in der die positiven Portfolio-Effekte von OIFs - repräsentiert über einen Gesamtmarktindex - erstmals festgestellt worden seien.
Privatinvestoren mit einer geringen Risikobereitschaft könnten gemäß den aktuellen Berechnungen das Risiko ihres ohnehin bereits defensiv ausgerichteten Portfolios durch die Beimischung von OIFs um 18 Prozent senken - bei gleichem Renditeziel. Ein Privatinvestor mit einer höheren Risikoneigung könne das Risiko seines Gesamtinvestments sogar um 21 Prozent reduzieren, ebenfalls bei gleicher Renditeerwartung.
Verglichen mit dem europäischen Aktienmarkt (DJ STOXX 600) von Januar 1990 bis Ende April 2010 hätten die während dieses Zeitraums existierenden OIFs nicht nur während aller Krisen an den globalen Finanzmärkten positive Erträge erzielen können, sondern im Durchschnitt auch insgesamt eine höhere Rendite generiert. "Die aktualisierten Studienergebnisse machen deutlich, dass OIFs nicht in vollem Maße den Schwankungen der Kapitalmärkte ausgesetzt sind", so Professor Johanning. Auch für institutionelle Investoren würden sich OIFs positiv auf das Rendite-Risiko-Profil des Portfolios auswirken.
Der optimale Anteil von OIFs am Portfolio eines wenig risikobereiten Privatinvestors liege bei 18 Prozent, während er für den Privatinvestor mit höherer Risikoneigung nur 13 Prozent betrage. Dabei gehe der prozentuale Anteil der OIFs in beiden Muster-Portfolios im Vergleich zur letzten Studie aus 2008 zurück. Die Anteilsverringerung sei eine Folge der starken Kursrally des europäischen und amerikanischen Aktienmarktes in den beiden vergangenen Jahren. "Insgesamt kann festgestellt werden, dass Offene Immobilienfonds auch bei Verlängerung des Untersuchungszeitraums bis zum April 2010 einen wichtigen Bestandteil in einem diversifizierten Portfolio für Privatinvestoren darstellen", so Professor Rudolph zusammenfassend.
Die Studie zeige darüber hinaus, dass bei einer temporären Aussetzung der Anteilscheinrücknahme sich am Zweitmarkt der Börse Hamburg ein durchschnittlicher Discount zum NAV von etwa 5,5 Prozent einstelle. Mit zunehmender Aussetzungsdauer erhöhe sich dieser Discount deutlich und könne im Einzelfall auch ein Vielfaches betragen, sodass dies zunehmend zu einem Auswahlkriterium für Anleger werde. (25.08.2010/fc/n/s)
Das gelte, obwohl sich unter den Vorzeichen der weltweiten Finanzmarktkrise die durchschnittliche langfristige Rendite von OIFs zuletzt deutlich verringert habe und verschiedene Fonds die Anteilscheinrücknahme hätten aussetzen müssen (Liquiditätsrisiko). Zu diesen Ergebnissen komme eine wissenschaftliche Untersuchung eines renommierten Forscherteams um Professor Dr. Lutz Johanning, Inhaber des Lehrstuhls für Empirische Kapitalmarktforschung an der WHU Otto Beisheim School of Management, und Professor Dr. Bernd Rudolph, Vorstand des Instituts für Kapitalmarktforschung und Finanzierung an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Wissenschaftler hätten im Auftrag des BVI Bundesverbands Investment und Asset Management eine Studie aus dem Jahr 2008 aktualisiert, in der die positiven Portfolio-Effekte von OIFs - repräsentiert über einen Gesamtmarktindex - erstmals festgestellt worden seien.
Verglichen mit dem europäischen Aktienmarkt (DJ STOXX 600) von Januar 1990 bis Ende April 2010 hätten die während dieses Zeitraums existierenden OIFs nicht nur während aller Krisen an den globalen Finanzmärkten positive Erträge erzielen können, sondern im Durchschnitt auch insgesamt eine höhere Rendite generiert. "Die aktualisierten Studienergebnisse machen deutlich, dass OIFs nicht in vollem Maße den Schwankungen der Kapitalmärkte ausgesetzt sind", so Professor Johanning. Auch für institutionelle Investoren würden sich OIFs positiv auf das Rendite-Risiko-Profil des Portfolios auswirken.
Der optimale Anteil von OIFs am Portfolio eines wenig risikobereiten Privatinvestors liege bei 18 Prozent, während er für den Privatinvestor mit höherer Risikoneigung nur 13 Prozent betrage. Dabei gehe der prozentuale Anteil der OIFs in beiden Muster-Portfolios im Vergleich zur letzten Studie aus 2008 zurück. Die Anteilsverringerung sei eine Folge der starken Kursrally des europäischen und amerikanischen Aktienmarktes in den beiden vergangenen Jahren. "Insgesamt kann festgestellt werden, dass Offene Immobilienfonds auch bei Verlängerung des Untersuchungszeitraums bis zum April 2010 einen wichtigen Bestandteil in einem diversifizierten Portfolio für Privatinvestoren darstellen", so Professor Rudolph zusammenfassend.
Die Studie zeige darüber hinaus, dass bei einer temporären Aussetzung der Anteilscheinrücknahme sich am Zweitmarkt der Börse Hamburg ein durchschnittlicher Discount zum NAV von etwa 5,5 Prozent einstelle. Mit zunehmender Aussetzungsdauer erhöhe sich dieser Discount deutlich und könne im Einzelfall auch ein Vielfaches betragen, sodass dies zunehmend zu einem Auswahlkriterium für Anleger werde. (25.08.2010/fc/n/s)
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