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Österreichischer Fondsverband: Anleger blieben trotz Corona Krise investiert oder haben zugekauft - Fondsnews


12.10.20 13:30
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Fondsvolumen Ende des 3. Quartals 2020 nahe dem Rekordhoch 2019: Trotz der Verwerfungen am Kapitalmarkt durch die Corona Pandemie haben die Investoren laut Einschätzungen des österreichischen Fondsverbands VÖIG aus den Finanzkrisen der letzten Jahrzehnte gelernt und kühlen Kopf bewahrt, so die Experten von "e-fundresearch.com".

So habe sich das österreichische Fondsvolumen der Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften (VWGs) gegenüber dem 2. Quartal 2020 um rund 3 Prozent auf rund 182,21 Mrd. Euro erhöht und liege nur mehr moderat (1,45%) unter dem Jahresultimowert von 2019 (184,9 Mrd. Euro).

Die Nettomittelzuflüsse hätten zum Ende des dritten Quartals 2,89 Mrd. Euro betragen, wobei auf institutionelle Anleger 1,42 Mrd. Euro entfallen seien und auf den Publikumsfondsbereich 1,47 Mrd. Euro. Die vermögensverwaltenden Fonds hätten einen Nettomittelzufluss von rund 2,83 Mio. Euro erreicht und im Bereich der Aktienfonds seien rund 408 Mio. Euro zugeflossen. Im Segment der Rentenfonds sei es zu Nettomittelabflüssen von rund 338 Mio. Euro gekommen. "Besonders erfreulich ist, dass die nachhaltigen Investmentfonds einen Nettomittelzufluss von rund 2,11 Mrd. Euro verzeichnen konnten", betone VÖIG-Präsident Heinz Bednar. Die Gesamthöhe der Ausschüttungen habe im 3. Quartal 214,3 Mio. Euro betragen und die Kursgewinne hätten sich auf rund 3,2 Mrd. Euro belaufen.

Im Bereich der nachhaltigen Investmentfonds (der Verband definiere nachhaltige Fonds gemäß dem österreichischen Umweltzeichen UZ49) habe sich das Fondsvolumen seit Jahresbeginn um rund 3,2 Mrd. Euro auf 13,8 Mrd. Euro bzw. 30,5% erhöht. Das Aktienfondsvolumen der Nachhaltigen Investmentfonds habe per Ende September 2020 3,29 Mrd. Euro (+21%) betragen, das Fondsvolumen der vermögensverwaltenden Fonds habe 6,2 Mrd. Euro (+ 26%) betragen und das der nachhaltigen Rentenfonds habe 4,04 Mrd. Euro (+ 44%) betragen.

Die offenen Immobilien-Investmentfonds hätten ihr Fondsvolumen seit Jahresende 2019 um 3,42% auf rund 9,5 Mrd. Euro steigern können, wobei sich die Nettomittelzuflüsse auf 198 Mio. Euro, Ausschüttungen auf rund 36 Mio. Euro und Kursgewinne auf rund 152 Mio. Euro belaufen hätten.

"Die Volumenentwicklung der österreichischen Fondsgesellschaften nahm nach dem kurzen aber heftigen Rückschlag im März einen erfreulichen Verlauf. Es sieht so aus, dass wir trotz der Corona-Krise an das Rekordvolumen des Vorjahres anschließen können, was niemand gedacht hätte. Die Anleger nahmen Notiz von den attraktiven Marktpreisen und kauften zu oder blieben investiert. Die Weltwirtschaft ist wegen Corona zwar noch nicht ganz über dem Berg, aber die Erholungstendenzen scheinen sich ausgehend von China und den USA zu verstärken. Die Notenbanken und die Staaten versuchen die Erholung zu unterstützen. Das dürfte auch weiterhin für ein positives Umfeld für Fonds sorgen", stelle Bednar fest. (12.10.2020/fc/n/s)