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Österreichische Fondsbranche: Nettozuflüsse nur dank Spezialfonds - Fondsnews


10.07.19 16:30
e-fundresearch.com

Wien (www.fondscheck.de) - Dank eines durchaus erfreulichen Junis sowie einem in den letzten Monaten besonders stark abschneidenden Spezialfonds-Segment ist es dem österreichischen Fondsdomizil gerade noch gelungen, das erste Halbjahr 2019 mit leicht positiven Nettomittelzuflüssen abzuschließen, so die Experten von "e-fundresearch.com".

Aufbruchsstimmung sehe anders aus: Lediglich 27,19 Millionen Euro an Nettozuflüssen habe das österreichische Fondsdomizil laut VÖIG-Daten im ersten Halbjahr 2019 insgesamt verbuchen können. Zumindest was das Vorzeichen betreffe ein positives Ergebnis, jegliche weitere Euphorie sei jedoch fehl am Platz.

Bei näherer Betrachtung des Ergebnisses falle nämlich auf, dass eben dieses ausschließlich dem starken Abschneiden des Spezialfonds-Segments zu verdanken sei: 508 Millionen Euro an Nettozuflüssen habe jenes Segment für sich erzielen können.

Das schwächste Ergebnis hätten im ersten Halbjahr 2019 mit 343,2 Millionen Euro an Nettomittelabflüssen Retail-Publikumsfonds hinnehmen müssen. Ebenfalls negativ falle die Statistik mit 137,61 Millionen Euro an Nettomittelabflüssen für Institutionelle-Publikumsfonds aus.

Wenn man die am österreichischen Fondsdomizil im ersten Halbjahr 2019 beobachteten Nettozuflüsse hinsichtlich Assetklassen beurteile, falle auf, dass es weiterhin die in Österreich traditionell stark vertretenen Rentenfonds-Produkte seien, die für den Gutteil der am Domizil beobachteten Abflüsse verantwortlich seien: Knapp 596 Millionen Euro an Nettomittelabflüssen habe das klassische Rentenfonds-Segment verbuchen müssen, hinzu würden weitere 334 Millionen Euro von kurzfristig orientierten Rentenfonds kommen.

Klar positive Ergebnisse könnten - mit Ausnahme des Fehlstarts im Januar - das Mischfonds-Segment (+656 Millionen Euro) sowie das Aktienfonds-Segment (+295 Millionen Euro) verzeichnen. (10.07.2019/fc/n/s)