Nachgerechnet: FONDSPREIS-Sieger im Covid-Stresstest - Fondsnews


01.10.20 11:45
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie haben die besten aktiven Fonds, die es in Deutschland zu kaufen gibt, eigentlich die Coronakrise gemeistert? Ein Update zur Performance der aktuellen FONDSPREIS-Träger gibt Aufschluss, so die Experten von "FONDS professionell".

12.000: Diese Zahl sollte man sich als deutscher Anleger merken. Sie beziffere nämlich die Menge an offenen Publikumsfonds, die laut Detlef Glow vom Analysehaus Refinitiv Lipper hierzulande zugelassen und investierbar seien. Das sei zum einen natürlich positiv zu werten, so finde sich so für jeden Geschmack der passende Anlagemix. Auf der anderen Seite könne aber allein die schiere Zahl der Fonds aufgrund ihrer Unüberschaubarkeit als Hemmschwelle für ein Investment wirken.

Der im Rahmen des FONDS professionell KONGRESSES jährlich verliehene DEUTSCHE FONDSPREIS gebe Portfolio-Suchenden eine wertvolle Orientierungshilfe an die Hand, würden über ihn doch nach objektiven Kriterien die besten aktiven Managementteams aller in Deutschland vertriebenen Fonds gekürt. Dazu werde das Fondsuniversum zunächst nach Kategorien geordnet. Ausgezeichnet würden jeweils nur jene Fonds, die über den fünfjährigen Beobachtungszeitraum hinweg positive Ergebnisse erwirtschaften würden.

Für die Berechnung würden zunächst alle potenziellen Siegerkandidaten anhand ihrer Ertrags- und Risikodaten gereiht. Die besten Fonds würden anschließend durch das Münchner Institut für Vermögensaufbau (IVA) auf Basis ihrer Anlagerichtlinien dahingehend untersucht, ob sie tatsächlich dank der Managerleistung einen Mehrwert in ihrer Anlagestrategie hätten erzielen können oder ob sie lediglich aufgrund eines weiter gefassten Anlageuniversums besser abgeschnitten hätten. Auf diese Weise würden Fonds, die kein erkennbares Alpha erzielt hätten, zurückgereiht - auch dann, wenn ihre nackten Ertragsdaten besser seien als jene anderer Fonds derselben Gruppe.

Trotz dieser enorm zugespitzten Kriterien hätten es die Preisträger geschafft, zum Stichtag der Kür eine Outperformance von bis zu 62,9 Prozentpunkten gegenüber dem Feld der direkten Herausforderer hinzulegen. Gelungen sei dieser Höchstwert dem Squad European Convictions aus dem Segment der europäischen Aktienfonds.

Doch was sei aus diesem Fonds und all den anderen Gewinnern des DEUTSCHEN FONDSPREISES in der Zwischenzeit geworden - insbesondere angesichts der Marktturbulenzen rund um die Covid-19-Pandemie? Hätten die Geehrten ihre herausragende Performance halten können - beispielsweise im zuvor so starken Segment der europäischen Aktienfonds?

Diese Frage stelle sich nicht zuletzt, weil es sich "gerade in diesem Segment bei allen ausgezeichneten Teilnehmern um Nebenwertefonds handelt", erkläre Andreas Ritter, Co-Vorstand des IVA. Aufgrund der damit anzunehmenden höheren Volatilität könnte man in Krisenzeiten mit stärkeren Abschlägen rechnen. Dennoch lägen die im ersten Halbjahr eingetretenen Verluste bei allen Siegern dieser Kategorie unter fünf Prozent. "In Relation zu seinen Mitbewerbern erzielt vor allem der Comgest Growth Europe Smaller Companies mit einem Ertrag von 3,1 Prozent im ersten Halbjahr ein gutes Ergebnis", befinde IVA-Co-Vorstand Ritter.

Die Liste der Sieger und ihrer Performance in Zeiten von Covid sei unter dem folgenden Link zu finden. (News vom 30.09.2020) (01.10.2020/fc/n/s)





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