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Morningstar: Viele Anleihefonds sind programmierte Nieten - Fondsnews


17.05.18 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Rentenfonds lohnen sich für Anleger nur sehr selten, zeigt eine neue Morningstar-Analyse, so die Experten von "FONDS professionell".

Vor Kosten würden es zwar einige aktive Anleihefondsmanager schaffen, ihren Vergleichsindex zu schlagen - etwa in den Kategorie Euro-Unternehmensanleihen, Schwellenländer-Unternehmensanleihen und bei globalen Rentenfonds.

Nach Kosten falle der Median aber in jeder Kategorie deutlich hinter die Benchmark zurück. Ergo: Die unverhältnismäßig hohen Gebühren der Anbieter würden die Fondskategorie für Renditesucher unattraktiv machen. Oder wie Morningstar es formuliere: "Die Suche nach erfolgreichen Rentenfonds ähnelt der Suche nach der Nadel im Heuhaufen."

In einigen Kategorien liege der Median der Fonds schon vor Berücksichtigung der Gebühren so weit hinter der Benchmark, dass man im Grunde von einem programmierten Scheitern sprechen könne, würden die Morningstar-Analysten schreiben. "Das ist der Fall bei Kategorien, die auf diversifizierten Rentenmärkten investieren." Dort würden teure Fonds besonders schlecht abschneiden. Auch in besonders volatilen Kategorien wie Schwellenländer-Bonds würden die hohen Kosten dazu führen, dass die Erfolgsaussichten aktiver Manager deutlich geschmälert würden.

Nicht nur die Kosten, auch die hohe Rate von Fondsauflösungen sei ein Problem. Beziehe man liquidierte Produkte mit ein, sinke die Erfolgsquote von Anleihefonds noch einmal erheblich. So liege der Anteil der Fonds, die überleben und zudem ihren Vergleichsindex übertreffen würden, je nach Kategorie zwischen neun und 49 Prozent. "Das ist eine Herausforderung für Investoren, die sich für aktiv verwaltete Rentenfonds entschieden haben", heiße es von Morningstar. (News vom 16.05.2018) (17.05.2018/fc/n/s)