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Moody's senkt Ausblick für Fondsbranche - sieht aber Hoffnung - Fondsnews


25.03.20 11:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Ratingagentur Moody's hat den Ausblick für die weltweite Asset-Management-Industrie von stabil auf negativ gesenkt, so die Experten von "FONDS professionell".

Der durch die Corona-Pandemie ausgelöste Aufruhr an den Märkten werde Umsätze und Cash-Flows der Fondsgesellschaften belasten, würden die Bonitätswächter meinen. Die wachsende Unsicherheit über die globale Wirtschaftslage werde zudem das Nettomittelaufkommen begrenzen. Anbieter müssten verschärft ihre Kosten kappen.

Durch den Ausverkauf an den Aktienmärkten sei das von den Investmenthäusern verwaltete Vermögen deutlich geschrumpft. Dadurch würden auch die Einnahmen, sowohl bei volumen- wie auch bei erfolgsabhängigen Gebührenmodellen sinken. Auf der anderen Seite würden aber auch die Erfolgsprämien für die Mitarbeiter sinken, was den Anbietern eine gewisse Entlastung auf der Kostenseite verschaffe, würden die Experten von Moody's meinen. Die Gehälter würden zum größten Kostenblock der Branche zählen.

Die Ratinganalysten würden aber auch Lichtstreifen am Horizont erkennen: Wenn die Pandemie zügig eingegrenzt werden könne, werde es in der zweiten Jahreshälfte zu einer Erholung an den Finanzmärkten kommen. Dann würde wieder die Nachfrage nach riskanteren Strategien steigen, die den Asset Managern höhere Gebühreneinnahmen einspielen würden.

Zudem könnten die Portfoliolenker in der gegenwärtigen, von Schwankungen geprägten Marktphase beweisen, dass sie ihren Kunden einen echten Mehrwert liefern würden. Wenn dies gelinge, könne sich der seit Jahren bestehende Umschwung von teuren aktiven hin zu günstigen passiven Fonds verlangsamen, würden die Experten von Moody's meinen. Ähnlich würden das auch die Analysten der Fondsratinggesellschaft Scope sehen. (25.03.2020/fc/n/s)