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Milliarden an Anlegergeld: Allianz-Tochter verzeichnet wieder deutliche Zuflüsse - Fondsnews


06.11.20 14:24
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Fondsgesellschaft PIMCO hat im dritten Quartal unter dem Strich 27,1 Milliarden Euro an frischem Geld eingeworben, dies geht aus den Geschäftszahlen des Mutterkonzerns Allianz hervor, so die Experten von "FONDS professionell".

Demnach habe der kalifornische Asset Manager das Mittelaufkommen vom Vorquartal von fast 23 Milliarden Euro übertroffen. In den ersten drei Monaten des Jahres hätten Investoren inmitten des Corona-Crashs an den Börsen dagegen 43 Milliarden Euro von dem Anleihenspezialisten abgezogen.

Die Schwestergesellschaft Allianz Global Investors habe in den drei Monaten per Ende September indes Nettomittelabzüge in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verzeichnet. Das insgesamt von den beiden Asset-Management-Einheiten des Münchner Versicherungsriesen verwaltete Vermögen sei im Laufe des dritten Quartals leicht um ein knappes Prozent auf 2,27 Billionen Euro geklettert. Das für Dritte außerhalb des Allianz-Konzerns betreute Vermögen liege bei 1,67 Billionen Euro.

Rückgänge hätten die beiden Fondsgesellschaften hingegen gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bei Umsatz und Gewinn verbucht. Die Erlöse seien insgesamt um rund drei Prozent auf rund 1,8 Milliarden Euro gesunken. Der operative Gewinn sei um fast vier Prozent auf 677 Millionen Euro gesunken. Dabei habe PIMCO nur einen leichten Rückgang der Erlöse verzeichnet und den Gewinn gesteigert. Allianz Global Investors habe hingegen einen Umsatzrückgang um gut elf Prozent auf 499 Millionen Euro erlitten. Der operative Gewinn sei um fast 16 Prozent auf 154 Millionen Euro eingebrochen.

Der Allianz-Konzern insgesamt habe im dritten Quartal die Erwartungen übertroffen. Der Versicherer habe einen operativen Gewinn in Höhe von 2,9 Milliarden Euro erzielt. Analysten hätten im Schnitt nur mit 2,6 Milliarden Euro gerechnet. Der Umsatz sei um sechs Prozent auf 31,4 Milliarden Euro zurückgegangen, vor allem weil sich weniger Lebensversicherungen hätten verkaufen lassen als gewohnt. Eine Prognose für das Gesamtjahr gebe die Allianz wegen der Coronakrise weiterhin nicht ab. Den bisher ausgesetzten Aktienrückkauf stelle der Versicherer endgültig ein. (06.11.2020/fc/n/s)