M&G hebt Kunden auf Luxemburger Fonds um - Fondsnews


11.01.18 15:12
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Wie die Gesellschaft mitteilte, hat das britische Traditionshaus M&G damit begonnen, die Anleger von vier britischen Fonds auf die Klone der Luxemburger Plattform umzuheben, so die Experten von "FONDS professionell".

Alle vier Fonds mit einem Volumen von zusammen mehr als zehn Milliarden Euro seien ausschließlich an Kunden mit Sitz außerhalb Großbritanniens vertrieben worden. Die Übertragung des Vermögens bedürfe der Zustimmung der Anteilsinhaber, habe das Haus weiter mitgeteilt. M&G habe dieses Vorgehen im Juni 2017 angekündigt.

Mit dem Schritt wappne sich der Anbieter für den Ausstieg Großbritanniens aus der Europäischen Union. Je nach Verlauf der Austrittsverhandlungen dürften britische Produktlieferanten ihr Sortiment eventuell nicht mehr frei in der EU verkaufen. M&G zähle zu den Anbietern, die überwiegend britische Vehikel auf dem Kontinent vertrieben hätten. Andere Anbieter von der Insel hätten hingegen Plattformen in Luxemburg oder Irland aufgesetzt. Diesen Weg habe M&G nach dem Brexit-Votum ebenfalls eingeschlagen.

"Nach der Entscheidung Großbritanniens für einen Austritt aus der Europäischen Union hat M&G eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen ergriffen, um die Interessen unserer internationalen Anleger zu schützen", habe Anne Richards, Vorstandschefin von M&G, den Schritt erläutert. "Diese Maßnahmen, die von der Ausweitung unseres SICAV-Angebots bis zum Aufbau einer rechtlichen Struktur in Luxemburg reichen, werden sicherstellen, dass unsere internationalen Kunden auch künftig Zugang zu unseren Anlagestrategien haben." Dies geschehe unabhängig von den endgültigen Vereinbarungen zwischen Großbritannien und den anderen Staaten Europas.

Bei den vier Portfolios handele es sich um den M&G Dynamic Allocation Fund, den M&G Income Allocation Fund (ISIN GB00BBCR3283 / WKN A1W6VL), den M&G Prudent Allocation Fund sowie den M&G European Inflation Linked Corporate Bond Fund. Das Vermögen dieser Fonds werde mit dem der Klone aus dem Großherzogtum verschmolzen. Die vier in Luxemburg domizilierten SICAVs würden identische Anlagestrategien wie die vier derzeitigen britischen Fonds verfolgen und würden von denselben Managern gelenkt.

Die formelle Mitteilung werde am Mittwoch, 10. Januar, an die Anteilsinhaber der Fonds versandt, heiße es von dem Anbieter. Die Eigner hätten daraufhin vier Wochen Zeit, um ihre Stimme abzugeben. Einzelheiten zum Ergebnis der Abstimmungen wolle das Haus nach den außerordentlichen Hauptversammlungen am 9. Februar 2018 bekannt geben. Bei einer erfolgreichen Abstimmung sei die vollständige Verschmelzung der vier Fonds für den 16. März 2018 geplant, heiße es weiter. Die Aufseher in Großbritannien und Luxemburg hätten die Pläne bereits abgesegnet. (11.01.2018/fc/n/s)





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