Erweiterte Funktionen

Liquid Alternatives: Stabilitätsanker in der Corona-Phase - Fondsnews


23.03.20 12:00
Absolut Research

Hamburg (www.fondscheck.de) - In der derzeitig turbulenten Lage an den Finanzmärkten waren Liquid Alternatives in der Lage, sich erneut als stabilisierender Portfoliobaustein zu präsentieren, so die Experten von Absolut Research.

Auch an diesen Fonds seien die Entwicklungen nicht spurlos vorübergegangen, dennoch habe es sowohl im Bereich der Smart-Beta-Strategien als auch bei Long/Short-Fonds einige Segmente gegeben, die die Verluste hätten begrenzen können. Im aktuellen Performance Review des Absolut|alternative 2|2020 habe Absolut Research die Entwicklung von Long/Short- und Smart-Beta-Fonds im Zuge der COVID-19-Verwerfungen untersucht.

Ein stabilisierender Einfluss sei, im Vergleich mit den Aktienmärkten, von allen analysierten Long/Short-Segmenten ausgegangen. Die Verluste seien durchweg niedriger gewesen. Am besten hätten im Zeitraum Mitte Februar bis Mitte März Fonds mit Long/Short-Volatilitätsstrategien abgeschnitten. Sie hätten im Mittel ein Plus von knapp 9% aufgewiesen. Auch Equity-Market-Neutral-Fonds (-2,9%) und Managed-Futures-Strategien (-3,3%) hätten Anlegern einen gewissen Schutz vor den Verwerfungen der Kapitalmärkte geboten. Resilient hätten sich zudem die kleineren Segmente der Long/Short-Strategien im Rohstoffbereich sowie FX-Fonds gezeigt.

Verglichen mit der Entwicklung an den Aktienmärkten, die in der Spitze mehr als 30% eingeknickt seien, hätten Long/Short-Aktien-Fonds ebenfalls ihre Stärken bewiesen. Michael Busack, geschäftsführender Gesellschafter von Absolut Research GmbH, erkläre hierzu: "Auch wenn sich alternative Strategien den Marktbewegungen nicht gänzlich entziehen, senken insbesondere Long/Short-Strategien die Verlustrisiken erheblich."

Diese Durchschnittsbetrachtung verdecke erhebliche Renditestreuung innerhalb der Strategiesegmente und sei nicht ausreichend, um das Diversifikationspotenzial von Long/Short-Strategien zu beschreiben. Exemplarisch zeige sich dies bei den Long/Short-Volatilitätsfonds: Hier habe die Renditespannbreite von +25,7% bis 6,9% gereicht. Ausgeprägte Unterschiede habe es auch bei den Equity-Long/Short-Fonds gegeben. Diese seien ebenfalls auf die unterschiedlichen Netto-Exposures der Fonds zurückzuführen.

Smart-Beta-Strategien könnten im Gegensatz zu Long/Short-Ansätzen nicht von fallenden Märkten profitieren, daher sei in Zeiten extremer Marktverwerfungen nicht mit positiven Renditen der Fonds zu rechnen. Dennoch habe es auch hier einige Segmente gegeben, in denen die Fonds im Mittel die Verluste gegenüber dem jeweiligen regionalen Aktienmarkt hätten reduzieren können. Dabei sei es je nach Region zu einigen Unterschieden der untersuchten Faktoruniversen gekommen. Während bei global investierenden Fonds Low-Risk-Strategien die höchste relative Rendite zur Marktbenchmark aufgewiesen hätten, hätten in den USA und Europa Quality-Fonds die beste relative Entwicklung gezeigt. Die konkrete Umsetzung der jeweiligen Strategie habe zwar auch die Renditen der Smart-Beta-Fonds beeinflusst, allerdings hätten hier das Top- und Bottom-Quartil deutlich näher zusammengelegen als bei den Long-Short-Fonds. (News vom 20.03.2020) (23.03.2020/fc/n/s)