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Janus Henderson kann Mittelabflüsse abbremsen - Fondsnews


09.08.17 13:17
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Fondshaus Janus Henderson hat zum ersten Mal Geschäftszahlen für das fusionierte Unternehmen veröffentlicht, so die Experten von "FONDS professionell".

Demnach habe das Haus im zweiten Quartal einen geringeren Nettomittelabzug als zu Jahresbeginn verzeichnet. Hätten per Ende März noch sieben Milliarden Dollar abgezogen, seien es per Ende Juni nur noch eine Milliarde gewesen. Das verwaltete Vermögen des vereinigten Hauses beziffere sich auf 345 Milliarden Dollar.

Das britische Fondshaus Henderson und der US-Anbieter Janus Capital, seines Zeichens Arbeitgeber des ehemaligen PIMCO-Starmanagers Bill Gross, hätten im Oktober 2016 die Elefantenhochzeit angekündigt. Der Zusammenschluss solle Kosten einsparen und mehr Schlagkraft im Wettbewerb verleihen. Ende Mai 2017 sei die Fusion vollzogen gewesen.

Anleger hätten von beiden Häusern nach Bekanntgabe der Pläne Geld abgezogen. Während Henderson zuvor seit 2012 stets Geld habe einsammeln können, habe Janus schon vor den Fusionsplänen eine Absatzflaute erlitten. Im ersten Halbjahr 2016 seien aus den Häusern zusammengenommen 1,9 Milliarden Dollar abgeflossen. Nun scheine der Mittelschwund jedoch eingedämmt. Anleger hätten insbesondere an den Aktienfonds des Hauses wieder Gefallen gefunden.

Bei der Geschäftsentwicklung zeige sich ein durchwachsenes Bild. So seien zwar die Erlöse im ersten Halbjahr gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent auf 614 Millionen Dollar gestiegen. Dafür sei der operative Gewinn um zwölf Prozent auf 108 Millionen Dollar eingebrochen. Der Nettogewinn habe um 14 Prozent auf 84 Millionen Dollar nachgegeben. Rechne man die Kosten für den Zusammenschluss heraus, bliebe ein operativer Gewinn von 200 Millionen und ein Reingewinn von 140 Millionen Dollar - allein für das zweite Quartal. (News vom 08.08.2017) (09.08.2017/fc/n/s)