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Invesco peilt offenbar nächste Übernahme an - Fondsnews


03.08.17 12:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Fondshaus Invesco verhandelt offenbar mit dem US-Anbieter Guggenheim über den Kauf des Geschäfts mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs). Dies berichten die Wirtschaftszeitung "Financial Times" sowie die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf informierte Personen übereinstimmend, so die Experten von "FONDS professionell".

Guggenheim-ETFs würden ein Vermögen von rund 30 Milliarden US-Dollar vereinen. Wie hoch der Kaufpreis ausfallen könnte, sei unbekannt.

Guggenheim Partners sei vor fünf Jahren als Interessent für Teile der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank bekannt geworden. Das US-Haus habe unter anderem das US-Publikumsfondsgeschäft der damaligen DWS sowie das Asset Management für Versicherungen und institutionelle Kunden übernehmen wollen. Die Verhandlungen seien aber geplatzt.

Invesco biete selbst unter der Marke Powershares Indexfolger an. Das US-Haus wolle sein Engagement in dem Geschäft ausbauen. So habe der Asset Manager mit Hauptsitz in Atlanta im April die Übernahme der ETF-Schmiede Source angekündigt. Die in London ansässige Gesellschaft verwalte rund 25 Milliarden Dollar. Damit baue Invesco einen Brückenkopf für den europäischen Markt.

Angesichts des wachsenden Drucks im aktiven Fondsgeschäft würden immer mehr Häuser im wachstumsträchtigen, passiven Geschäft expandieren. Allerdings seien die Margen hier gering. Zudem würden sich die Platzhirsche wie BlackRock mit seiner Tochter iShares und Vanguard im Stammmarkt USA einen heißen Preiskampf liefern, der zunehmend auch nach Europa schwappe.

Mit der Expansion könnte Invesco die nötige Masse aufbauen, um im hart umkämpften Passiv-Geschäft bestehen zu können. Den Berichten zufolge seien die Verhandlungen zwischen Invesco und Guggenheim zwar im fortgeschrittenen Stadium, eine Einigung aber noch nicht erzielt. Die beiden Unternehmen hätten die Angaben nicht kommentieren wollen. (03.08.2017/fc/n/s)