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ING-Diba Austria greift im Fondsgeschäft an - Fondsnews


06.06.17 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die ING-Diba Austria gibt ihrer zuletzt intensivierten Fondsvermarktung neuen Schwung, so die Experten von "FONDS professionell".

Die Direktbank starte in Österreich einen digitalen "Investment-Planer" für Einsteiger. Dieser solle später auch in anderen Ländern ausgerollt werden.

Die ING-Diba habe 2004 bei ihrem Start in Österreich für ihre Direktbankkunden nur 25 Fonds im Angebot gehabt. Jahrelang sei diese Zahl stabil geblieben, doch nun intensiviere die Bank dieses Geschäft. "2015 haben wir das Angebot auf über 100 Fonds ausgeweitet. Heute sind es bereits 160. Wir werden die Palette sicher noch ausbauen", so eine Sprecherin gegenüber FONDS professionell ONLINE. Genauere Ziele würden nicht kolportiert.

Bei der Vermarktung solle ein "smarter Investment-Planer" helfen - Ein simples Tool, das Investment-Anfängern das Anlegen schmackhaft machen solle: In drei Schritten (Auswahl von Risiko, Betrag, Dauer) spucke der Planer eine Anlagestruktur aus. Auf deren Basis könne der Anleger die passenden Fonds auswählen. "Nicht die Innovation an sich ist das Ausschlaggebende, sondern die einfache, alltagstaugliche Lösung. Wir wissen aus Umfragen, dass Bankkunden viele Apps und Tools downloaden, dann aber nicht nutzen", sage ING-Diba-Austria-Chef Luc Truyens.

Über den Investment-Planer könne als Anlagebetrag ein Wert zwischen 2.000 und 5.000 Euro gewählt werden. Angeboten würden nur Fonds ab einem Morningstar-Rating von drei Sternen. Die Anleger würden einen Dauerrabatt von 50 Prozent auf den Ausgabeaufschlag erhalten. Depotgebühren würden nicht anfallen. Österreich sei der erste Markt, in dem das Tool eingesetzt werde. Weitere Länder sollten folgen, heiße es auf Nachfrage.

In diesem Jahr habe die ING-Diba Austria bereits in einer Aktion die Vermarktung von Investmentfonds mit einem kompletten Erlass des Ausgabeaufschlags kräftig beworben. Die Direktbank, die seit dem Vorjahr auch ein Girokonto anbiete, werde zunehmend zur Konkurrentin des herkömmlichen Bankenvertriebs aber auch für Vermögensberater. Seit dem Österreichstart 2004 habe das Unternehmen mit aggressiven Werbeaktionen (Vignette, 75 Euro Startbonus,…) aber auch mit tiefen Einstiegsbarrieren (Fondssparen ab 30 Euro) rasch Kunden gewonnen. Noch dazu sei das Investment in einen Fonds bei der Bank mit so wenigen Klicks möglich wie bei kaum einem anderen Anbieter.

Das offensive Vorgehen mache sich langfristig bezahlt: Aktuell zähle die ING-Diba Austria 527.000 Kunden - und sehe sich damit als größte Direktbank Österreichs. Wie viele Kunden wirklich aktiv seien, erfahre man zwar nicht. Allerdings fische die Bank mit jeder weiteren Marketingaktion in einem Riesenpool.

Die ING-Diba Austria sei die österreichische Niederlassung der ING-Diba AG Deutschland, die zur niederländischen ING Bank gehöre. Zahlen für den Einzelmarkt Österreich würden nur spärlich bekannt gegeben. Auch, wie viele Kunden durch das verstärkte Marketing in den vergangenen Monaten in Investmentfonds eingestiegen seien, sei nicht in Erfahrung zu bringen. (06.06.2017/fc/n/s)