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Grünes Deutschland: Nachhaltige Investments auf Rekordkurs - Fondsnews


07.06.19 11:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Anlegen mit Anstand setzt sich durch, so die Experten von "FONDS professionell".

Das Volumen verantwortlich investierender Fonds habe mit 1,53 Billionen Euro hierzulande einen neuen Gipfel erklommen. Die wichtigsten Fakten über die Anlageklasse habe "FONDS professionell" aufbereitet.

"Change is coming, whether you like it or not." Der Slogan der 16-jährigen Klima-Aktivistin Greta Thunberg treffe wohl ganz besonders auf den deutschen Investmentfondsmarkt zu. Denn wie der vom FNG (Forum Nachhaltige Geldanlagen) publizierte Marktbericht für Nachhaltige Geldanlagen 2019 zeige, sei 2018 hierzulande besonders verantwortlich investiert worden.

Die Gesamtsumme der nachhaltigen Geldanlagen in Deutschland sei im vergangenen Jahr um mehr als 48 Milliarden Euro beziehungsweise 28 Prozent auf 219,1 Milliarden Euro geklettert. Berücksichtige man zusätzlich die Vermögen, für die Nachhaltigkeitskriterien auf Unternehmensebene verankert seien, ergebe sich per Ende 2018 eine Gesamtsumme von 1,53 Billionen Euro für verantwortliche Investments in Deutschland - nach zuvor 1,41 Billionen Euro wie in 2017.

Das im Rahmen von Investmentfonds und Mandaten nachhaltig verwaltete Vermögen habe 2018 so stark zugelegt wie nie zuvor seit Veröffentlichung des ersten FNG-Marktberichts im Jahr 2005. Ende des Jahres habe es mit insgesamt 133,5 Milliarden Euro um mehr als 41 Milliarden Euro über dem Vorjahreswert gelegen. Dies entspreche einem Anstieg von rund 45 Prozent. Davon seien 88,8 Milliarden Euro auf nachhaltige Mandate (+ 43 Prozent) und 44,7 Milliarden Euro auf nachhaltige Investmentfonds (+ 49 Prozent) entfallen.

Hauptmotor der "grünen Welle" waren und sind institutionelle Geldgeber: 93 Prozent der Investitionen in nachhaltige Fonds und Mandate sind auf Anleger bei Versicherungen, kirchliche und diakonische Einrichtungen, betriebliche Pensionskassen und andere Vorsorgewerke zurückzuführen, so die Experten von "FONDS professionell". Helge Wulsdorf sehe in Zukunft auch das Segment der privaten Anleger an Dynamik gewinnen: "Durch die beschlossene verpflichtende Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenz im Kundengespräch wird die Nachfrage privater Anleger nach nachhaltigen Anlageprodukten einen deutlichen Schub erleben", sage das FNG-Vorstandsmitglied.

Bei den im Rahmen der Nachhaltigen Geldanlage eingesetzten Anlagestrategien seien Ausschlusskriterien am meisten verbreitet und würden mit weiteren Anlagestrategien kombiniert. Knapp 128 Milliarden Euro seien unter Nutzung entsprechender Kriterien verwaltet worden. Bei den Unternehmen sei dabei vor allem auf die Einhaltung von Arbeitsrechten, die Bekämpfung von Korruption und Bestechung sowie die Achtung von Menschenrechten geachtet worden.

Die Berücksichtigung von Klimaaspekten gewinne über alle Asset-Klassen hinweg stark an Bedeutung. So sei der Ausschluss von Unternehmen, die Stein- oder Braunkohle fördern oder verstromen würden, neu in den Top 10 der klaren "No-Gos". (News vom 05.06.2019) (07.06.2019/fc/n/s)