Großer Sparplan-Check: Europa-Nebenwerte holen die Goldmedaille - Fondsnews


24.07.20 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Klein und fein: Aktienfonds, die auf europäische Mittelständler setzen, brachten Sparplan-Anlegern in den vergangenen zehn Jahren besonders hohe Renditen ein, so die Experten von "FONDS professionell".

Im siebten und letzten Teil ihrer Serie würden die Experten zeigen, wie die Top-Portfolios abgeschnitten hätten.

Das Silvester-Fest und damit die x-te TV-Wiederholung des Sketches "Dinner for One" seien zwar eine gefühlte Ewigkeit weit weg, dennoch heiße es schon zur Jahresmitte: "Same procedure as every year". Denn wie gewohnt würden nicht Fonds, die auf die prominente Börsen-Oberliga aus DAX, CAC-40, Ibex und Co. setzen würden, sondern Portfolios, die sich auf die zweite und dritte Aktiengarnitur konzentrieren würden, das Siegertreppchen beim aktuellen Sparplan-Check von "FONDS professionell" erklimmen. In der dafür ausschlaggebenden BVI-Sparplan-Statistik setze sich einmal mehr die Fondsgruppe "Nebenwerte Europa" als besonders profitable durch.

Wer seit Sommer 2011 monatlich 100 Euro in europäische Nebenwertefonds eingezahlt habe, habe Mitte 2020 der BVI-Berechnung zufolge zu den gesammelten 12.000 im Mittel 4.464 Euro dazuverdient. Klar, die Corona-Krise habe auch diese langfristig lukrative Investmentkategorie nicht verschont: Ein halbes Jahr zuvor habe sie noch 7.343 Euro als Plus abgeworfen. Das habe einer Jahresrendite von 9,2 Prozent entsprochen, jetzt seien "nur" 6,2 Prozent übriggeblieben, also drei Prozentpunkte weniger.

Und dennoch: Wer typisch deutsch Bares auf Sparbuch oder Festgeldkonto "parkt", sollte inzwischen - um im Bild zu bleiben - von umsichtigen Beratern eine amtliche Abschlepp-Androhung verpasst bekommen: Denn hier habe es in der vergangenen Dekade gerade mal 0,2 Prozent zu "verdienen" gegeben - also nach Abzug der Inflationsrate weniger als nichts.

"FONDS professionell" habe sich im siebten und letzten Teil seiner Serie angesehen, welche Portfolios überdurchschnittlich abgeschnitten hätten. Viele seien es nicht: Wer in solch einen "Kleine Könner"-Fonds investieren möchte, dem stehe generell nur eine kleine Auswahl zur Verfügung. Der Grund: Mehrfachzählungen aufgrund verschiedener Fondstranchen ausgeklammert, seien es in Summe gerade mal acht Geldtöpfe, die sich in der Sparplan-Liste der Europa-Nebenwertefonds des BVI wieder finden würden - was zu einem guten Teil daran liege, dass in der Auswertung des Verbands nur Fonds der BVI-Mitglieder berückdichtigt würden.

Diesmal sei die Gruppe der Nebenwerte-Überflieger sogar noch überschaubarer als üblich, weil die beiden in den vorherigen Auswertungen der Experten vertretenen Mid- und Small-Cap-ETFs der BlackRock-Tochter iShares renditemäßig hinter ihren aktiv gemanagten Kontrahenten zurückgeblieben seien.

Was sei aus monatlich 100 Euro in zehn Jahren geworden? Diese europäischen Nebenwertefonds hätten Anlegern den Sparplan-Daten des Branchenverbandes BVI zufolge am meisten Geld eingebracht:

Platz 1: DWS European Opportunities
Der DWS European Opportunities sei bei diesem Ranking vor einem halben Jahr bereits auf dem ersten Platz vertreten gewesen. Eine jährliche Rendite von 9,59 Prozent beziehungsweise ein Verdienst von 6.750 Euro habe dieses Portfolio in den vergangenen zehn Jahren eingefahren.

Platz 2: Metzler European Small Companies
Seinen Spitzenplatz von vor sechs Monaten habe der Metzler European Smaller Companies verteidigen können. Die beiden Verantwortlichen Lorenzo Carcano und Stefan Meyer hätten aus dem 12.000-Euro-Kapitaleinatz treuer Sparplaner stolze 18.243 Euro gemacht.

Platz 3: Deka - Europa Potential (ISIN DE0009786285 / WKN 978628)
Von Rang vier aus habe der Deka - Europa Potential das Siegertreppchen erobert. Aus den angesparten 12.000 Euro seien bei diesem Portfolio binnen zehn Jahren 18.103 Euro geworden - das entspreche einer Rendite von 8,85 Prozent pro Jahr.

Platz 4: Deka-Europa Nebenwerte
Der Deka-Europa Nebenwerte sei vor einem halben Jahr nicht unter jenen Nebenwerte-Produkten vertreten gewesen, die ihren Anlegern überdurchschnittliche Renditen beschert hätten. Wer die vergangenen zehn Jahre monatlich 100 Euro in das Produkt investiert habe, der sei heute um 5.244 Euro reicher. (24.07.2020/fc/n/s)





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