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Goldman Sachs AM will Europas ETF-Markt aufmischen - ETF-News


08.06.18 14:57
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Goldman Sachs Asset Management (GSAM) steigt in den europäischen ETF-Markt ein, so die Experten von "FONDS professionell".

Zu diesem Zweck kehre Peter Thompson mit sofortiger Wirkung als Managing Director zu GSAM zurück und werde Head of European ETF Business, habe der Fondsanbieter am Freitag mitgeteilt.

In den USA biete GSAM bereits seit dem Jahr 2015 ETFs an - mittlerweile verwalte das Unternehmen mehr als acht Milliarden US-Dollar in diesen Fonds. Die Entscheidung, in den schnell wachsenden europäischen ETF-Markt einzusteigen, ginge auf die Kundennachfrage zurück. "GSAM wird Strategien anbieten, die sich zwar an den US-amerikanischen ETFs orientieren, diese aber gleichzeitig auf die Bedürfnisse europäischer Anleger zuschneiden", heiße es in der Mitteilung. Die Markteinführung sei für das erste Halbjahr 2019 geplant.

Thompson arbeite von London aus. Er berichte an Michael Crinieri, Global Head of GSAM ETF Business. Thompson verfüge über mehr als 17 Jahre Erfahrung in der ETF-Branche und sei zuvor Gründer, Präsident und Interims-CEO von Source ETF gewesen. Source sei jüngst an INVESCO verkauft worden. Zuvor sei Thompson über zehn Jahre in verschiedenen Positionen für die Wertpapiersparte von Goldman Sachs tätig gewesen.

"Die Nachfrage im ETF-Bereich ist hoch und wir freuen uns, unseren europäischen Kunden eine innovative und kosteneffiziente Produktreihe anbieten zu können", habe Nick Phillips, Head of International Retail Client Business bei GSAM gesagt. Er habe Thompson als "Pionier auf dem europäischen ETF-Markt" bezeichnet.

Der Markt für börsengehandelte Indexfonds wachse rasant. Der Marktführer BlackRock prognostiziere, dass sich die globalen Investments in ETFs bis Ende 2023 auf zwölf Billionen Dollar mehr als verdoppeln würden. Goldman Sachs sei einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge am Kauf der ETF-Einheit der Commerzbank interessiert gewesen. Mittlerweile werde exklusiv mit Société Générale verhandelt. (08.06.2018/fc/n/e)