Gesucht, gefunden: Die zehn Top-Fonds bei Morningstar - Fondsnews


12.04.18 09:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Welche Fonds suchen Anleger und Berater am häufigsten? Die Analysten von Morningstar stellen sich diese Frage quartals- und jahresweise stets aufs Neue, so die Experten von "FONDS professionell".

Auch Fondsvertriebler und Berater würden die Hitliste mit großer Aufmerksamkeit verfolgen, denn nicht selten würden sich hieraus Trends für die nähere Zukunft ableiten lassen. Grundlage der "Klickparade" sei die hauseigene Datenbank, die messe, welcher Fondsname oder welche ISIN bei einer Datenabfrage auf Morningstar.de am häufigsten aufgerufen worden sei.

Im Vergleich zu den zehn Klickstars Ende 2017 habe es zwei prominente Änderungen gegeben: Der von Claus Vorm und Asbjørn Trolle Hansen gemanagte Nordea Stable Return habe nicht mehr so viel Interesse auf sich gezogen. Auch der IP White T (ISIN LU1144474043 / WKN A12FMW), einer der Senkrechtstarter im freien Fondsvertrieb in den vergangen Jahren, sei weniger oft gesucht worden, sodass beide aus dem Ranking geflogen seien.

Ihre Plätze hätten, so viel sei hier schon verraten, der Acatis Datini Valueflex Fonds und der Apus Capital Revalue Fonds eingenommen. Ersterer werde vom Frankfurter Vermögensverwalter Hendrik Leber verantwortet. Der Apus-Fonds werde von der Apus Capital beraten, die unter dem Haftungsdach von BN & Partners Capital operiere.

Die zehn meistgeklickten Fonds aus dem ersten Quartal 2018:

Platz 10: Squad Growth A

Der Squad Growth, der von Stephan Hornung und Johannes Köpple gemanagt werde, lande auch in den ersten drei Monaten 2018 auf Platz 10 der Liste der beliebtesten Fonds. Das rund 139 Millionen Euro schwere Portfolio, das von Morningstar als "aggressiv anlegender Mischfonds" kategorisiert werde, sei 2017 der beste Fonds seiner Vergleichsgruppe mit einer Performance von 27,45 Prozent gewesen. In diesem Jahr habe die Rendite Ende März -1,49 Prozent betragen. Damit sei der Fonds aber immer noch der zwölftbeste seiner Gruppe.

Platz 9: Kapital Plus

Das rund 3,4 Milliarden Euro schwere Portfolio habe trotz konservativerer Ausrichtung mehr als der Squad Growth verloren - genau -1,65 Prozent. 2017 habe Manager Stefan Kloss für den konservativen Mischfonds noch ein Plus von 3,86 Prozent geschafft.

Platz 8: Apus Capital Revalue

Auf Rang acht finde sich der erste der beiden "Newcomer" in dieser Liste: Der Apus Capital Revalue. Das Management des 260 Millionen schweren Fonds, den Morningstar in der Kategorie "Aktien weltweit Flex-Cap" einordne, setze auf Neubewertungskandidaten, also Unternehmen, deren Wert vom Markt nicht erkannt worden sei. Es handle sich in erster Linie um Unternehmen, die von Veränderungen in der Gesellschaft oder dem technologischen Fortschritt profitieren könnten. Dass die Hälfte des Fondsvermögens in Technologieunternehmen und Healthcare-Aktien stecke, sollte Morningstar zufolge nicht überraschen. Dieser Ansatz habe dem Fonds für das erste Quartal zwar ein Minus von 2,85 beschert, über drei Jahre gerechnet aber ein Plus von 17,51 Prozent.

Platz 7: Acatis Datini Valueflex

Der Acatis Datini Valueflex von Value-Spezialist Hendrik Leber sei bei den Nutzern von Morningstar zwischen Neujahr und dem 31. März so nachgefragt gewesen, dass das Portfolio auf dem siebten Platz dieser Liste gelandet sei. Das 281 Millionen Euro schwere Produkte aus der Morningstarkategorie "Mischfonds Eur flexibel - Global" - könne laut den Fondsanalysen als "Leber Free-Style" bezeichnet werden. "Bei diesem Fonds geht es sehr sportlich zu, da Leber seine Investment-Ideen eins zu eins umsetzt - auch ohne Rücksicht auf Verluste. Das hohe Minus von 7,83 Prozent und die schlechte Platzierung im Kategorie-Ranking in diesem Jahr resultierte in erster Linie aus dem sehr schwachen März, als der Fonds knapp 5,5 Prozent verlor", schreibe Morningstar-Chefredakteur, Ali Masarwah. Die Rendite über drei Jahre liege bei knapp zwölf Prozent.

Platz 6: Templeton Growth

Der Aktienfondsklassiker sei in der 2000 lancierten europäischen Version weiter in diesem Ranking vertreten. Manager Norman Boersma habe mit dem rund sieben Milliarden Euro schweren Portfolio im ersten Drittel 2018 ein Minus von fünf Prozent erlitten. 2017 habe Boersma nur ein mageres Plus von 1,81 Prozent geschafft.

Platz 5: DWS Deutschland LC (ISIN DE0008490962 / WKN 849096)

Der nur noch knapp sieben Milliarden Euro schwere Aktienfonds habe ein "rabenschwarzes" erstes Quartal erwischt: "Manager Tim Albrecht hatte 2017 ein gutes Händchen mit seiner Markteinschätzung. Das brachte nicht zuletzt deshalb Performance-Vorteile, weil Albrecht die Investitionsquote des Fonds flexibel steuern kann. Spiegelbildlich verlor der Fonds im ersten Quartal mit 8,5 Prozent deutlich mehr als die Konkurrenz", schreibe Masarwah. Das sei zu erwarten gewesen und sollte Anleger nicht beunruhigen. Allerdings würden 200 Millionen Euro an Mittelabflüssen dann doch zeigen, dass einige Investoren skeptisch wegen Albrechts Kurs gewesen seien.

Platz 4: Carmignac Patrimoine

Der vor 28 Jahren lancierte Klassiker habe das Kunststück geschafft, in den Jahren 2016, 2017 und auch im ersten Quartal 2018 in dieser Top-Ten-Übersicht den vierten Platz zu belegen. Altmeister Edouard Carmignac und sein Team hätten das Kapital ihrer Anleger in den turbulenten ersten drei Monaten weitgehend bewahren können: Das Minus habe nur hauchdünne 0,56 Prozent betragen. Allerdings sei die Rendite des 20 Milliarden Euro schweren Mischfonds über drei Jahre gerechnet mit -2,58 Prozent ebenfalls negativ.

Platz 3: Frankfurter Aktienfonds für Stiftungen

Der über 2,6 Milliarden Euro schwere Aktienfonds sei in der 2017er Jahresübersucht auf dem fünften Platz gelandet, in der aktuellen "Klickparade" komme er auf Platz drei. Ein Grund dafür sei sicher, dass Manager Frank Fischer im Zeitraum von Neujahr bis Ende März immerhin ein Mini-Minus von 0,53 Prozent erwirtschaftet habe. Die Rendite über die vergangenen drei Jahre betrage knapp acht Prozent.

Platz 2: DWS Top Dividende LD

Der DWS Top Dividende lande wie schon im 20107er Ranking auf dem zweiten Platz. Das nach Mittelabflüssen von knapp 700 Millionen Euro im ersten Quartal "nur" noch 17,5 Milliarden Euro große und von Thomas Schüßler verantwortete Flaggschiff der DWS habe in diesem Zeitraum 6,3 Prozent verloren. Damit befinde er sich abgeschlagen im 80. Performance-Perzentil. 2017 habe der Fonds nur minimal zugelegt und damit sogar unter den zehn Prozent der am schwächsten global anlegenden Dividendenfonds gelegen, so Morningstar.

Platz 1: FvS Multiple Opportunities

Auch an der Spitze nichts Neues: Der von Bert Flossbach gesteuerte flexible Mischfonds sei erneut der klare "Klick-Favorit" der Morninstag-Nutzer. Das über zwölf Milliarden Euro schwere Portfolio habe mit einer Performance von minus 3,4 Prozent in diesem Jahr einen holprigen Start hingelegt. Laut Morningstar sei das angesichts der hohen Aktienquote des Fonds keine echte Überraschung. Entsprechend seien Anleger in diesem Jahr deutlich zurückhaltender mit Neuinvestitionen als in der Vergangenheit. Nach Nettomittelzuflüssen von gut 830 Millionen Euro 2017 seien dem Fonds in diesem Quartal nur knapp 190 Millionen Euro zugegangen, im März hätten gerade einmal knapp neun Millionen Euro hereingeträufelt. In Österreich werde dieser Fonds aber nicht vertrieben, hiesige Anleger könnten aber auf den FvS Multiple Opportunities II ausweichen, der eine identische Strategie fahre. (News vom 11.04.2018) (12.04.2018/fc/n/s)






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