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Den "Geldanlagestau" mit Aktienfonds durchbrechen - Fondsnews


04.11.20 12:00
BVI

Frankfurt (www.fondscheck.de) - Einen Wertverlust von mehr als 29 Milliarden Euro haben deutsche Sparer 2019 hinnehmen müssen, das hat die DZ BANK errechnet, berichten die Experten vom BVI.

Grund dafür sei der Realzins von im Schnitt minus 0,6 Prozent im vergangenen Jahr. Die niedrigen Zinsen könnten die Inflation also nicht mehr ausgleichen. Wegen der niedrigen Zinsen und dem geringen Risikoappetit der deutschen Sparer habe sich nach Ansicht der DZ BANK ein "Geldanlagestau" gebildet. Den Angaben der Bundesbank zufolge hätten die Deutschen Ende des ersten Quartals rund 2,6 Billionen Euro auf dem Giro- und Tagesgeldkonten oder auf dem Sparbuch geparkt. Während der Corona-Krise sei die Sparneigung privater Haushalte sogar noch gewachsen. Um die Ersparnisse allerdings vor einem Geldwertverlust zu schützen, seien Anlagen in Sachwertanlagen wie beispielsweise höherrentierliche Wertpapiere notwendig, so die Aktion "Finanzwissen für alle" der im BVI organisierten Fondsgesellschaften.

Ein Vermögenserhalt lasse sich häufig durch eine Verteilung des Geldvermögens auf unterschiedliche Anlagemöglichkeiten wie Immobilien oder auch Qualitätsaktien von Unternehmen mit lukrativen und stabilen Geschäftsmodellen sowie attraktiven Dividenden erreichen. Aktionäre und auch Anleger in Aktienfonds würden vom Wachstum der Unternehmen profitieren. Die Dividendenzahlungen würden Anleger zusätzlich am Unternehmenserfolg beteiligen.

Wer das Risiko einer Direktanlage in Aktien scheue, könne über einen Sparplan in Aktien-ETFs oder aktiv verwaltete Aktienfonds investieren. Bei aktiv verwalteten Aktienfonds würden Fondsmanager die Unternehmensentwicklung bewerten und sich fortwährend um die Streuung und das Management der Gelder kümmern. Untersuchungen würden zeigen, dass eine breite Streuung in Aktien von Unternehmen in unterschiedlichen Branchen und Regionen und eine möglichst lange Anlagedauer das Risiko, weniger als die eingezahlten Beiträge zurückzubekommen, deutlich senke.

Fonds würden sich grundsätzlich für jedes Budget eignen. In der Regel lasse sich ein Fondssparplan ab 25 Euro monatlich abschließen, einige Banken würden diesen Mindestbetrag seit neuestem sogar unterbieten. Fondssparpläne seien darüber hinaus flexibel. Die Raten würden sich beliebig und kostenlos erhöhen, reduzieren oder wenn nötig, für einen bestimmten Zeitraum aussetzen lassen. Bei der Wahl, ob der Sparer lieber offensiver oder sicherheitsorientierter anlegen möchte, könne ihm ein Anlageberater helfen. Er könne entsprechend seiner Risikobereitschaft und seinem Budget einen für ihn geeigneten Anteil von Aktien und Aktienfonds am Portfolio festlegen. (04.11.2020/fc/n/s)