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Gefallener Hedge-Fonds-Star plant Comeback mit Milliardenfonds - Fondsnews


06.06.17 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Steven Cohen und sein Hedge-Fonds SAC Capital gehörten einst zu den Großen an der Wall Street, so die Experten von "FONDS professionell".

Dann sei gegen den Manager wegen Insiderhandels ermittelt worden, acht Händler seiner Firma seien deswegen verurteilt worden. Sieben Jahre lang hätten sich die Fahnder der US-Börsenaufsicht bemüht, auch Cohen etwas nachzuweisen, hätten ihn aber nie festnageln können. Sie hätten den Manager allerdings dazu gezwungen, bis 2018 kein fremdes Kapital mehr zu verwalten.

Nun plane der gefallene Hedge-Fonds-Star sein Comeback. Er habe angekündigt, 20 Milliarden US-Dollar aufzutreiben, um wieder ins Geschäft einzusteigen, berichte "N-TV" unter Berufung auf das "Wall Street Journal". Das wäre mehr Geld, als Cohen zu Hochzeiten mit SAC Capital verwaltet habe. Mutmaßlich werde er einen guten Teil seines eigenen Vermögens in Höhe von elf Milliarden Dollar in seine Rückkehr investieren.

Bevor Cohens Hedge-Fonds ins Visier der Ermittler geraten sei, habe er jährlich 30 Prozent Rendite gemacht und als einer der mächtigsten Hedge-Fonds der Welt gegolten. Dahinter hätten kurzfristige, aggressive Spekulationen, informationsgesteuerte Wetten auf Aktien gestanden, die an bestimmte Ereignisse wie Quartalszahlen oder Übernahmeangebote geknüpft gewesen seien. Mehrere SAC-Händler hätten sich illegale Informationsvorsprünge verschafft, sodass schließlich die US-Börsenaufsicht aufmerksam geworden sei. (News vom 03.06.2017) (06.06.2017/fc/n/s)