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Fondsvermögensverwaltungen: Vorsicht vor geschönter Rendite


15.10.20 11:30
Bayerische Vermögen Management

Bad Reichenhall (www.fondscheck.de) - Fondsvermögensverwaltungen vereinen das Beste aus zwei Welten: Sie kombinieren die langfristige Perspektive und den strategischen Ansatz einer Vermögensverwaltung mit spezialisiertem Branchenwissen und dem Sinn für ein gutes Markttiming eines erfahrenen Fondsmanagers, so Christian Steiner, Portfoliomanager bei der Bayerische Vermögen Management AG.

Doch die Realität sehe mitunter anders aus. Getrieben vom kurzfristigen Rendite-Hunger würden manche Fondsvermögensverwaltungen auch riskante Wetten eingehen - und so den langfristigen finanziellen Erfolg ihrer Kunden gefährden.

Statt auf Produkte zu setzen, die auf Sicht von drei oder fünf Jahren und über verschiedene Marktphasen überdurchschnittliche Renditen hätten erzielen können, würden einige Verantwortliche bei Fondsvermögensverwaltungen ihren Portefeuilles mitunter riskante Wetten beimischen. Das könne in Form von ETFs auf Nischenmärkte oder auch mittels Biotech-Fonds geschehen, die eher aus taktischen, denn aus strategischen Gründen allokiert würden.

Würden diese Trades aufgehen, würden sich Kunden und Vermögensverwalter über zusätzliche Renditen freuen, die aber strukturelle Defizite mitunter kaschieren würden. Gehe eine derartige Wette allerdings schief, trage die Strategie künftig eine Bürde in Form einer Unterrendite mit sich, die teils dazu führe, dass erneut Wetten eingegangen werden müssten, um die jeweilige Strategie wieder besser dastehen zu lassen.

Bei der Bayerische Vermögen Management AG würden ausschließlich Zielfonds zum Einsatz kommen, die sich langfristig bewährt hätten. Niemals würden wir unseren Strategien Produkte beimischen, um von kurzfristigen Hypes zu profitieren, so die Experten der Bayerische Vermögen Management AG. Neben der bereits oben skizzierten Gefahr von Rückschlägen, könnten derartige Trades auch im Widerspruch zu langfristigen Marktpositionen von Zielfonds stehen oder aber bereits bestehende Positionen doppeln, was Klumpenrisiken begünstige.

Zu einer langfristig tragfähigen Vermögensverwaltungslösung würden eingespielte Prozesse ebenso, wie klar abgesteckte Kompetenzen gehören. Welchen Sinn mache es, Fondsmanager und deren Produkte vor einem Engagement zunächst auf Herz und Nieren zu prüfen und einen gewissen Zeitraum zu begleiten, um ihnen anschließend nicht zu vertrauen? Erst wenn bewährte Fondsprodukte innerhalb einer langfristig tragfähig ausgerichteten Struktur ihre Stärken ausspielen könnten, würden Fondsvermögensverwaltungen im Sinne ihrer Kunden agieren. (15.10.2020/fc/n/s)