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Fondsvermögen: So haben sich die österreichischen Immo-KAGen 2020 entwickelt - Fondsnews


14.07.20 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Trotz Coronakrise konnten die österreichischen Immo-KAGen ihr verwaltetes Vermögen im ersten Halbjahr steigern, so die Experten von "FONDS professionell".

FONDS professionell ONLINE gehe daher der spannenden Frage nach, welche österreichischen Anbieter sich besonders gut geschlagen hätten - und welche nicht.

Österreichs Anbieter offener Immobilien-Investmentfonds könnten trotz Coronakrise zufrieden auf das erste Halbjahr 2020 zurückblicken. Denn einmal mehr hätten die beliebten Anlagevehikel zugelegt. Das Fondsvolumen sei laut der Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) um 1,86 Prozent auf 9,36 Milliarden Euro geklettert. Das Wachstum sei - anders als bei anderen Investmentfonds-Anbietern, deren Zuwächse 2019 vor allem auf Kursgewinne beruht hätten - vorwiegend auf Nettomittelzuflüsse in Höhe von 111,33 Millionen Euro zurückzuführen. Die Kursgewinne hätten im Vergleich dazu bei den Immofonds-Anbietern "nur" 43,75 Millionen Euro ausgemacht.

Die fünf österreichischen Immobilienfondsgesellschaften hätten im Ein-Jahres-Vergleich durchschnittlich mit 2,53 Prozent performt, womit die Geldtöpfe im Vergleich zu anderen Anlageklassen im Mittelfeld lägen: Wer vor einem Jahr etwa in globale Aktienfonds investiert habe, habe sich über einen Wertzuwachs von 2,48 Prozent freuen können. Bei Nordamerika-Aktienfonds wären es immerhin 4,40 Prozent gewesen und bei den Pendants aus Japan wären es gar zehn Prozent. Im Rentenbereich hätten Anleihenfonds in Fremdwährung mit plus 2,77 Prozent am besten performt.

Fünf österreichische Immo-KAGen würden um die Gelder von Anlegern buhlen. Wie hätten sich die Häuser im ersten Halbjahr 2020 geschlagen?

Raiffeisen Immobilien
Die Raiffeisen Immobilien Kapitalanlage habe zum Jahresende 2019 noch 508 Millionen Euro verwaltet. Im Jahresverlauf habe das Haus 40 Millionen Euro eingesammelt. Damit halte die Raiffeisen-Tochter in diesem Segment einen Marktanteil von 5,86 Prozent.

Union Investment Real Estate
Die Union Investment Real Estate habe im Jahr 2020 bislang knapp 351 Millionen Euro abgeben müssen und bringe nunmehr 1,09 Milliarden Euro auf die Waage. Das Unternehmen steuere derzeit 11,67 Prozent zum Volumen der österreichischen Immo-KAGen bei.

LLB Immo
Besonders stark gewachsen sei im Jahresverlauf einmal mehr die LLB Immo. Per 31. Dezember 2019 sei die Gesellschaft noch 1,06 Milliarden Euro schwer gewesen, inzwischen seien es 1,34 Milliarden Euro - ein Zuwachs von 280 Millionen Euro.

Erste Immobilien
Auch die Erste Immobilien habe ihr Volumen im ersten Halbjahr deutlich steigern können - um 181 Millionen Euro. Das Unternehmen sei mit einem Marktanteil von 25,88 Prozent beziehungsweise einem Fondsvermögen von 2,42 Milliarden Euro die zweitgrößte Immo-KAG in Österreich.

Bank Austria Real Invest
Die Bank Austria Real Invest bleibe weiterhin der Riese unter den österreichsichen Immo-KAGen. Das Haus habe um 21 Millionen Euro auf 3,95 Milliarden Euro zugelegt. Das entspreche einem Marktanteil von satten 42,24 Prozent. (14.07.2020/fc/n/s)