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Fondsbarometer: Thailand trotzt den Turbulenzen - Fondsnews


06.03.18 11:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Das Monatsergebnis des FONDS professionell Fondsbarometers auf Basis der Daten von Ende Februar weist auf eine massive Verunsicherung vieler Marktteilnehmer hin, so die Experten von "FONDS professionell".

Auffällig gut habe sich Thailand gehalten.

Die Top-Ten dieser monatlichen Auswertung der ertragsstärksten Fondskategorien sollten im Normalfall auf Trends hinweisen. Länder, Regionen und Branchen, die über die Zeiträume 1, 3, 6 und 12 Monate hinweg "grün" seien, also im jeweiligen Beobachtungszeitraum zu den zehn besten zählen würden, würden gut laufen. Rot würden hingegen jene Bereiche leuchten, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht zu den Favoriten der Anleger gehören würden.

Und betrachte man unter diesem Gesichtspunkt die Auswertung für den Monat Februar, präsentiere sich eine ungewöhnliche Auswahl. Angeführt werde die Hitparade von "Russland", gefolgt von "Afrika" und der "Türkei". Etliche Fondsgruppen, die die Reihung noch Ende des Vormonats angeführt hätten, seien weit abgerutscht - das gelte für Brasilien und Lateinamerika ebenso wie für China und Südostasien.

Unter den Märkten, die sich den Turbulenzen im Februar hätten entziehen können, steche einer besonders hervor: Thailand. Hier würden fünf Fonds von MountainView berücksichtigt, und auch im Zehn-Jahres-Rückblick lägen thailändische Aktien unter den Top-Fünf.

Bemerkenswert sei dabei der Umstand, dass auch die Weltbank in einer aktuellen Untersuchung zu den für Investoren attraktivsten Märkten in Südostasien zähle. In klassischen Kleinanlegerportfolios bestehe in der Regel keine Möglichkeit, Thailand nennenswert zu gewichten. Für Anleger, die einzelne Branchen oder Ländern bewusst über- oder untergewichten würden, könnte sich hier eine tiefer gehende Beschäftigung mit dem Thema lohnen.

Insgesamt hätten nur fünf von 57 Fondsgruppen ein positives Monatsergebnis vorlegen können, insgesamt hätten Aktienfonds den Februar durchschnittlich fast drei Prozent billiger beendet. Mehr als doppelt so hoch sei das Minus in den Bereichen "Rohstoff", "Energie" und "Edelmetalle" ausgefallen. Ebenfalls überdurchschnittlich hohe Verluste hätten Fonds erlitten, die in "Deutschland (-3,80%) beziehungsweise "Europa" (-3,75%) investieren würden.

Besser hätten hingegen US-Fonds abgeschnitten, die mit einem Monatsverlust von 2,71 Prozent nahe am internationalen Durchschnitt gelegen hätten. Erklärbar sei dies mit der vergleichsweise guten Entwicklung von traditionell die USA stark gewichtenden Technologie-Fonds, die den Februar mit 0,42 Prozent Wertzuwachs beendet hätten.

Mit dem vorläufigen Ende des generellen Aktienhöhenflugs treten wir in eine Phase ein, in der sich viele Investoren neu orientieren müssen, so die Experten von "FONDS professionell". Anleger, die keine Buy-and-hold-Strategie verfolgen würden, würden sich in diesen Tagen die Frage stellen, ob sie Gewinne mitnehmen sollten. Im nächsten Schritt müssten sie sich entscheiden, ob sie in andere Regionen und Märkte wechseln oder zur Gänze aussteigen würden.

Erschwerend komme hinzu, dass mit der Ankündigung von neuen Zollschranken in den USA für Stahl und Aluminium Sorgen bezüglich eines drohenden Handelskriegs aufkommen würden. Das werde manche Branchen begünstigen und andere benachteiligen, was ebenfalls Kapitalströme in Bewegung versetzen dürfte. Damit seien generelle stärkere Schwankungen an den Aktienmärkten programmiert.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang April. (News vom 05.03.2018) (06.03.2018/fc/n/s)