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Fondsbarometer: Spektakulärer Jahresauftakt - Fondsnews


06.02.19 09:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Nach einem deprimierenden Dezember entschädigte der erste Monat des laufenden Jahres fast alle Aktienfondsbesitzer mit guten bis sehr guten Zahlen, zeigt das aktuelle FONDS professionell Fondsbarometer, so die Experten von "FONDS professionell".

Über alle 56 Branchen- und Regionen-Fonds hinweg, die in dieser Statistik monatlich erfasst würden, habe man im Dezember des Vorjahres im Durchschnitt mehr als sechs Prozent verloren. Positive Ergebnisse hätten nur die Kategorien Edelmetall und Brasilien geliefert. So unerfreulich das Jahr 2018 für Aktienfondsinhaber geendet habe, so erfreulich sei man nun aber in das Jahr 2019 gestartet. Den Januar hätten nur "Indien" mit einem messbaren Verlust beendet. Am oberen Ende der Monatshitparade hätten sich die Inhaber von Biotech-, Brasilien-, Russland- sowie etlichen anderen Fondsgruppen über zweistellige Wertzuwächse gefreut.

Als Erklärung für diesen spektakulären Stimmungsumschwung diene vor allem der erhoffte Sinneswandel der US-Notenbank. FED-Chef Jerome Powell, der lange Zeit suggeriert habe, dass die Börsenentwicklung für ihn kein relevanter Indikator sei, habe binnen weniger Wochen die Tonlage geändert. Nun sei kurzfristig keine Rede mehr von weiteren Zinsanhebungen, und auch die angekündigte Bilanzverkürzung der US-Notenbank werde nicht mehr so eng gesehen.

Mit dieser Haltungsänderung Powells, der davor als Hardliner eingestuft worden sei, gehe man an der Wall Street nun wieder verstärkt davon aus, dass die Notenbank wieder eingreifen werde, sobald die Börsen ernsthaft in Bedrängnis geraten würden. In Anlehnung an den "Greenspan Put" spreche man sogar vom "Powell Put". Der FED-Chef selbst betone zwar, dass die Notenbank weder auf die Äußerungen von Präsident Trump reagiert habe (der habe im Dezember sogar über eine Abberufung Powells gesprochen) noch, dass sie sich von Marktturbulenzen irritieren lasse. Dennoch werde die Situation seit Januar neu geschätzt.

Von der vorläufigen Entspannung an der Zinsfront hätten naturgemäß jene Fondsgruppen besonders stark profitiert, die von steigenden US-Dollar-Zinsen am härtesten getroffen wären. Das seien in erster Linie Schwellenländer. Weil diese zuletzt doch deutlich unter Druck geraten seien, sei die jüngste Gegenbewegung entsprechend kräftig ausgefallen.

Dass 2019 dennoch kein einfaches Börsenjahr werden dürfte, lasse die Anzahl der bekannten möglichen Störfaktoren vermuten. In Europa werde nach wie vor um eine Brexit-Lösung gerungen, der schwelende Handelskonflikt zwischen den USA und China halte weiter an, und dem Ausstieg von Russland und den USA aus dem Abrüstungsabkommen (INF Vertrag) für nukleare Mittelstreckenraketen würden sich neue geopolitische Spannungen ankündigen.

Über das FONDS-professionell Fondsbarometer:

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang März. (News vom 05.02.2019) (06.02.2019/fc/n/s)