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Fondsbarometer: Schwellenländer legen weiter zu - Fondsnews


07.08.17 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Entwicklung von 249 Einzelfonds wird zum FIAP-Emerging-Markets-Index von Mountain View verdichtet, parallel dazu gibt es 41 Indien-Fonds, die einen Sub-Index bilden, 47 Großchina-Fonds, und auch die 34 Lateinamerika-Fonds stellen ein eigenes Universum dar, so die Experten von "FONDS professionell".

Insgesamt würden Ende Juli im Monatsrückblick sieben Fonds-Indices, die dem Bereich "Schwellenländer" zuzuordnen seien, unter den besten zehn rangieren.

Die Monatsergebnisse hätten dabei zwischen zehn Prozent Plus (Brasilien) und 3,43 Prozent (Emerging Markets) gelegen. Dass diese Entwicklung keine Eintagsfliege sein dürfte, erkenne man, wenn man sich die Ein-Jahres-Ergebnisse ansehe: Auch hier würden etliche Schwellenländer-Indices unter den besten zehn von mehr als 50 Kategorien rangieren.

Ob das Monatsplus von 3,39 Prozent bei den 79 Rohstoff-Fonds ein Zeichen einen weiter anhaltenden Aufwärtstrend darstelle, werde sich noch zeigen müssen. Über alle längeren Beobachtungszeiträume hinweg liege dieser Bereich unter den jeweils schlechtesten Gruppen. Wer vor zehn Jahren - also am Startpunkt der Finanzkrise - in Rohstoff-Fonds investiert habe, liege auch heute noch rund ein Drittel unter dem Einstiegsniveau. Etliche Vertreter dieser Fondsklasse würden aber bereits heute deutlich über den Tiefständen notieren, die Anfang 2016 erreicht worden seien, gemessen an historischen Höchstständen bleibe aber noch reichlich Luft nach oben. Ein neuerlicher Absturz sei nur für den Fall zu befürchten, dass sich die aktuell günstigen Prognosen für die Weltkonjunktur als falsch erweisen würden.

Ebenfalls unter die Top 10 hätten es die 15 Österreich-Fonds sowie die elf Italien-Fonds geschafft. Beide Länder lägen damit auch im Ein-Jahres-Vergleich unter den besten zehn Regionen beziehungsweise Branchen, wobei Österreich-Fonds im Durchschnitt seit Mitte 2016 bereits mehr als 40 Prozent an Wert zugelegt hätten und damit sogar die Nummer 1 seien.

Im Fall der Alpenrepublik haben wir es mit einem Aufholprozess zu tun, so die Experten von "FONDS professionell". Dies werde deutlich, wenn man sich die Entwicklungen über fünf beziehungsweise zehn Jahre ansehe: Während "Deutschland" (65 Fonds) hier rund 85 beziehungsweise 53 Prozent Wertzuwachs vorweisen könne, lägen die Vergleichswerte für "Österreich" bei rund 65 beziehungsweise minus zwölf Prozent. Deutschland-Fonds würden im Juli übrigens mit einem leichten Monatsverlust unter den schlechtesten zehn Fonds-Kategorien rangieren, was auf die Verunsicherung infolge der möglichen Probleme der Autohersteller zurückzuführen sei.

Insgesamt sei der Juli für Aktienfondsbesitzer positiv verlaufen, im Durchschnitt hätten sie den Monat 1,22 Prozent reicher beendet, womit sich der Wertzuwachs über zehn Jahre auf mehr als 35 Prozent verbessere. Wer Mitte 2007 - also zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt - in gut diversifizierte Aktienfonds investiert habe, blicke trotz der schwersten Finanzkrise seit den 1930er Jahren auf eine durchschnittliche jährliche Rendite von drei Prozent zurück.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS-professionell-Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - ein Monat, drei Monate, sechs Monate, ein Jahr, drei Jahre sowie über fünf und zehn Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang September. (07.08.2017/fc/n/s)