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Fondsbarometer: China kehrt an die Spitze zurück - Fondsnews


05.03.19 15:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die gar nicht so gute Nachrichtenlage zu China wirkte sich auf die betroffenen Fonds zuletzt vergleichsweise wenig aus, so die Experten von "FONDS professionell".

Seit Dezember würden sie kontinuierlich zulegen, wie das FONDS professionell Fondsbarometer für März zeige.

Der Februar 2019 sei wie schon der Monat davor aus der Sicht der meisten Aktienfondsbesitzer erfreulich bis sehr erfreulich gewesen. Monatssieger seien im Februar die Kategorien "China", in der 46 Fonds erfasst würden, sowie "Großchina", die weitere 29 Produkte beobachte, gewesen. Im Monatsvergleich lägen diese Regionen beziehungsweise Länder auf den Plätzen eins und zwei der Statistik. Und China-Fonds würden nicht erst seit kurzem nach oben tendieren, sondern bereits seit Ende des Vorjahres. Im November hätten sie rund zehn Prozent eingebüßt, seit Dezember gehe es aber stetig bergauf - China-Fonds hätten im Dezember 5,45 Prozent, im Januar 8,81 Prozent und im Februar weitere sechs Prozent zugelegt.

Das sei insofern bemerkenswert, als die Berichterstattung zum Thema China eigentlich andere Ergebnisse erwarten ließe. Bezüglich des Wirtschaftswachstums dominiere in den Medien der Hinweis darauf, dass sich das Wachstum Chinas auf rund sechs Prozent abgeschwächt habe, wobei auch nur wenig Aussicht auf deutliche Veränderungen bestehe. Angesichts der hohen Verschuldung bestehe nach Ansicht von Beobachtern auch für die Regierung wenig Spielraum zum Gegensteuern. Was den schwelenden Handelskrieg mit den USA betrifft, scheinen die Chancen für eine Lösung nun wieder günstiger zu stehen, so die Experten von "FONDS professionell". Da China aber auch angekündigt habe, seine Militärausgaben erhöhen zu wollen, könnte die Stimmung zwischen den Supermächten jederzeit rasch kippen.

Am unteren Ende der Monatshitparade seien diesmal Brasilien, Russland und die Türkei gelandet. Wer in Fonds investiere, die sich auf diese Länder konzentrieren würden, müsste sich an diese extremen Monatsergebnisse allerdings längst gewöhnt haben, denn sie würden sich seit Jahren sehr häufig entweder unter den besten oder eben unter den schlechtesten zehn Fondskategorien finden.

Deutlich nervenschonender würden sich Fonds entwickeln, die global investieren würden. Sie hätten im Februar im Schnitt fast 3,5 Prozent zugelegt und lägen damit nach dem sehr schwierigen Jahr 2018 auch auf Zwölf-Monats-Sicht wieder im Plus. Sehe man sich die längerfristigen Ergebnisse der Aktienfonds, die weltweit investieren würden, an, werde deutlich, wie sinnvoll diese Diversifikation sei, obwohl sie keine Spitzenergebnisse liefern könne.

Wer Ende Februar zehn Jahre zurückgeblickt habe, habe mit globalen Aktienfonds bei einer kumulierten Rendite von 180,95 Prozent gelegen, was einem jährlichen Durchschnittsertrag von 10,81 Prozent entspreche. Hätte man stattdessen alle 56 Fondskategorien, die von dem Fondsbarometer der Experten erfasst würden, kombiniert, läge das Ergebnis fast exakt auf demselben Wert. Mit 187 Prozent Ertrag seit 2009 liege der Ertrag pro Jahr bei 11,14 Prozent. Dafür liege hier der Fünfjahresergebnis mit 36,11 Prozent geringfügig unter jenem der Fondskategorie "Welt", bei der seit 2014 rund 40 Prozent Wertzuwachs erzielt worden seien.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang April. (05.03.2019/fc/n/s)