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Fondsbarometer: China-Fonds überstehen Februar am besten - Fondsnews


04.03.20 13:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Monatsstatistik der Aktienfonds zeigt ein überraschendes Bild: China-Fonds beendeten den Februar am erfolgreichsten, so die Experten von "FONDS professionell".

Von "Gewinnen" habe bei Aktienfonds im Monatsvergleich für den Februar natürlich keine Rede sein können - die heftigen Kursrückschläge an den meisten Aktienbörsen hätten niemanden verschont, wie das aktuelle FONDS professionell Fondsbarometer zeige. Dass aber ausgerechnet die Fondsgruppen "China", "Großchina" und "Taiwan" die ersten drei Ränge der Statistik anführen würden, sei auf den ersten Blick überraschend, wo doch selbst Edelmetall-Fonds im Februar durchschnittlich um 6,7 Prozent billiger geworden seien.

Zum Teil werde dies durch die Januar-Bilanz erklärt, hier hätten die Fondskategorien, die China schwer gewichten würden, durchwegs tief in den roten Zahlen gelegen. Im Monatsverlauf hätten sich auch diese Märkte im Gleichklang mit den internationalen Aktienmärkten bis Mitte des Monats erholt, um in der zweiten Februarhälfte erneut einzubrechen - diesmal jedoch weniger stark als viele andere Börsen. Blicke man etwas länger zurück - 36 oder 60 Monate - werde deutlich, dass China- beziehungsweise Großchina-Fonds zu den Top-Performern dieser Periode zählen würden.

Die relative Stabilität der chinesischen Aktienmärkte habe auch bei breiter aufgestellten Asienfonds für eine vergleichsweise gute Monatsperformance gesorgt. Sogar international diversifizierte Emerging Market-Fonds hätten noch davon profitiert - verzeichne aber dennoch einen Vier-Wochen-Verlust in Höhe von mehr als 5,7 Prozent.

Tendenziell hätten Schwellenländer aber zu den Verlierern des Monats Februar gezählt. Die Flucht aus dem Risiko, die bei US-Staatsanleihen neue Rekordtiefststände der zehnjährigen Renditen bewirkt habe, habe russischen und brasilianischen Aktien zweistellige Monatsverluste beschert. Schwer getroffen worden sei auch Japan, das einerseits unmittelbar von der Corona-Epidemie betroffen sei, andererseits als Exporteur besonders unter den Problemen des Welthandels leide.

Ein auffälliges Detail der Monatsstatistik sei das vergleichsweise gute Abschneiden der 13 Fonds, die unter "Neue Energien" zusammengefasst würden. Ihr Monatsverlust habe bei 1,8 Prozent gelegen, während die Gruppe "Energie" infolge des drastischen Ölpreisrückgangs mehr als 13 Prozent verloren habe. Der Bereich der alternativen Energieerzeuger entwickele sich schon seit geraumer Zeit nicht mehr im Gleichklang mit konventionellen Energie-Unternehmen. Angesichts der Klimaproblematik dürfe man unterstellen, dass das so bleiben werde.

Betrachte man die Kategorie "Welt" beziehungsweise den Durchschnitt aller erfassten Aktienfonds, liege die Februar-Bilanz mit etwa 7,5 beziehungsweise 7,4 Prozent minus tief im roten Bereich. Dass sich daran kurzfristig etwas ändere, scheine angesichts der Unsicherheit über die weitere Entwicklung der Coronavirus-Epidemie wenig wahrscheinlich.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das FONDS professionell Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang April. (04.03.2020/fc/n/s)