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Fondsbarometer: Asien auf Kurs zur Top-Region 2017 - Fondsnews


04.12.17 14:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die neuerlich guten Monatsergebnisse machen Asiens Aktienmärkte zu den - vorläufigen - Top-Performern des Jahres 2017, wie das aktuelle "FONDS professionell" Fondsbarometer zeigt.

Die im Vormonat an dieser Stelle beschriebene Aufwärtsbewegung der asiatischen Aktienmärkte habe sich auch im November weiter fortgesetzt. Damit hätten Fonds, die in China investieren würden, die ersten elf Monate dieses Jahres als erfolgreichste Kategorie beendet. Fast 45 Prozent hätten jene Anleger, die auf das Reich der Mitte gesetzt hätten, mit ihren Fonds in Durchschnitt verdient, der im Fall der Mountain-View-Fondsindices 27 Produkte umfasse.

Nur minimal weniger habe die etwas großzügiger definierte Kategorie "Großchina" zugelegt, die auch die Börsen Hongkong und Taiwan berücksichtige. Fast 44 Prozent habe man damit bis Ende November 2017 verdient. Diese Ergebnisse hätten natürlich auch den 67 breit aufgestellten Asien-Fonds ohne Japan sowie den 19 Asien-Fonds geholfen, die von Mountain-View erfasst würden. Diese Regionen-Fonds hätten nicht zuletzt deshalb profitiert, weil auch Indien-Fonds im bisherigen Jahresverlauf mit mehr als 29 Prozent Durchschnittsertrag (43 Fonds) hervorragend abgeschnitten hätten.

Mit diesen Ergebnissen hätten außerhalb Asiens nur Technologie-Fonds sowie deutsche und japanische Nebenwerte-Fonds mithalten können. Auffallend gut hätten sich seit Jahresbeginn auch Österreich-Fonds geschlagen. Die 15 Vertreter dieser Gattung hätten für ihre Anleger seit Ende 2016 fast 27 Prozent verdient, wobei sie im November nicht mehr zu den Top-Performern gezählt hätten.

Ebenfalls gut hätten sich die Schweiz und Brasilien geschlagen. Im Fall des südamerikanischen Marktes sei das insofern bemerkenswert, als er auch 2016 zu den Top-Performern gezählt habe. 2017 seien im bisherigen Jahresverlauf weitere 19 Prozent Kursplus hinzugekommen.

Wenig Freude hätten Anleger im bisherigen Jahresverlauf gehabt, wenn sie auf die Branchen Energie, Telekommunikation, Edelmetalle und Rohstoffe gesetzt hätten. Im Energiebereich hätten die 30 erfassten Fonds im Schnitt mehr als zehn Prozent verloren, die anderen genannten Sparten seien bisher nahe der Nulllinie geblieben. Das schwache Abschneiden der Rohstoff-Branche spiegele sich auch in den vergleichsweise sehr schwachen Year-to-Date-Ergebnissen von Russland und Australien wider. Wer hier investiert sei, müsse hoffen, dass die weiterhin positive Weltkonjunktur im kommenden Jahr zu einem Turnaround führe.

Das schlechteste Monatsergebnis hätten türkische Aktien abgeliefert, was allerdings wenig überraschend sei. Die Börse Istanbul zähle seit Jahren zu den volatilsten Aktienmärkten der entwickelten Welt, und die politische Entwicklung in der Türkei lasse nicht erwarten, dass sich daran viel ändern werde.

Die schon anlässlich der "FONDS professionell" KONGRESSE in Wien und Mannheim zu Jahresbeginn von den meisten Experten postulierte These von der "Alternativlosigkeit" der Aktie habe sich bis Ende November als richtige Einschätzung bestätigt. Mit einem durchschnittlichen Ergebnis von 14,44 Prozent über alle Branchen und Regionen müsse man in einer Null-Zins-Welt mehr als zufrieden sein. An dieser Stelle dürfe daran erinnert werden, dass zum Jahreswechsel 2016/2017 reichlich Skepsis geäußert worden sei. Erfreulicherweise hätten sich sowohl die Angst vor den damals noch in der Zukunft liegenden Wahlergebnissen in Europa noch die Sorge bezüglich einer generellen "Überbewertung von Aktien" als ungerechtfertigt erwiesen.

"FONDS professionell" bringe seit Juli 2014 monatlich das "FONDS professionell" Fondsbarometer - eine Performanceübersicht der FIAP-Aktienfonds-Indices gereiht nach ihrer Monatsperformance. Daraus werde ersichtlich, welche Fonds gerade "Rückenwind" hätten und welche unter Kursverlusten leiden würden. Damit daraus eine brauchbare Information werde, zeige die Darstellung auch, wie diese Fondskategorien (Länder, Regionen, Branchen und Themen) über andere Zeiträume abgeschnitten hätten - 1 Monat, 3 Monate, 6 Monate, 1 Jahr, 3 Jahre sowie über 5 und 10 Jahre. Die jeweils zehn stärksten und zehn schwächsten Ergebnisse seien farblich hervorgehoben.

Das nächste Fondsbarometer erscheine Anfang Januar. (04.12.2017/fc/n/s)