Flossbach von Storch zieht Anlegergeld magisch an - Fondsnews


14.08.19 12:40
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Die Erfolgsgeschichte geht weiter: Flossbach von Storch ist Stand Ende Juni der klare Absatzspitzenreiter am deutschen Fondsmarkt, so die Experten von "FONDS professionell".

Der unabhängige Vermögensverwalter aus Köln habe im ersten Halbjahr unterm Strich über 2,3 Milliarden Euro mit seinen offenen Publikumsfonds einsammeln können - mehr als andere Anbieter, eingeschlossen großer Namen wie DWS, Allianz Global Investors, Deka und Union Investment. Das zeige eine Auswertung der aktuellen Absatzstatistik des Deutschen Fondsverbandes BVI mit Stichtag 30. Juni.

Neben Flossbach von Storch hätten sich auch Union Investment und die Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment sowie Acatis und die Siemens Fonds Invest über höhere Summen frischen Anlegergeldes freuen können. Die beiden Letztgenannten hätten schon im ersten Quartal und erneut in den Monaten April bis Juni zu den absatzstärksten Gesellschaften gehört.

Dagegen hätten große Anbieter wie Allianz Global Investors und die BlackRock-ETF-Sparte iShares wieder hohe Mittelabflüsse hinnehmen müssen. Bemerkenswert: Die DWS habe seit Jahresbeginn zwar Abflüsse von rund 270 Millionen Euro hinnehmen müssen - im zweiten Quartal habe der Asset Manager aber über 290 Millionen Euro eingesammelt.

Trotz der Probleme einiger Gesellschaften könne der BVI für den Gesamtmarkt der offenen Publikumsfonds Nettomittelzuflüsse vermelden: Im ersten Halbjahr seien es in Summe 1,8 Milliarden Euro gewesen - dank des zweiten Quartals, in dem Anleger 3,7 Milliarden Euro in die Sondervermögen gesteckt hätten. In den Monaten Januar bis März hätten sie noch über 2 Milliarden Euro abgezogen.

Ein genauer Blick auf die BVI-Daten zeige aber, dass die "Erfolgsstory" in erster Linie auf der boomenden Nachfrage nach offenen Immobilienfonds beruhe. Die offenen Wertpapierfonds würden dagegen unterm Strich nur geringe Zuflüsse aufweisen. Allerdings seien auch die Netto-Rückgaben nicht allzu hoch ausgefallen. Das Rückgrat für die Asset Manager würden wie gehabt ihre professionellen Kunden bleiben: In offene Spezialfonds seien seit Januar mehr als 38 Milliarden Euro geflossen. (14.08.2019/fc/n/s)