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Feri-Fondsselektor glaubt nicht an Comeback von Hedgefonds-Riesen - Fondsnews


11.09.17 11:00
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Für Manager von Hedgefonds läuft es nach zwei enttäuschenden Jahren im Moment gut, so die Experten von "FONDS professionell".

Rechne man die bislang erzielte Rendite auf das Gesamtjahr hoch, dann komme ein zweistelliger Ertrag heraus, wie das Handelsblatt schreibe. Verschiedene Strategien wie diejenigen, die auf globale Makrodaten oder Firmenzusammenschlüsse setzen würden, seien wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Experten wie Hedgefondsselektor Marcus Storr vom Vermögensverwalter Feri seien aber skeptisch, ob große und in der Vergangenheit erfolgreiche Häuser wieder an alte Glanzzeiten anknüpfen könnten.

In einem Interview mit dem Handelsblatt berichte Storr, dass bei vielen Hedgefonds-Granden an eine zweistellige Rendite nicht mehr zu denken sei. "Vorbei sind die Zeiten, als in den sogenannten Marmortempeln in den 80er- und 90er-Jahren eine fantastische Performance erzielt wurde", sage Storr. Trotz der Schwierigkeiten ließen manche Riesen bei den Gebühren nach wie vor nicht mit sich reden - und transparent seien sie ebenfalls nicht. "Doch das geht heute nicht mehr. Offenheit bei der Anlage ist Trumpf, wenngleich mit ein bis zwei Monaten Verspätung. Investoren wollen verstehen, wie ihr Geld angelegt wurde und wird."

Storr meide diese Megafonds daher. Er verweise dabei auch auf Studien, die deren schlechtes Risiko-Rendite-Profil zeigen würden. "Nach unserer Erfahrung erzielen gerade Hedgefonds, die Aktien über- und untergewichten, mit einem Volumen von 100 bis 500 Millionen Dollar eine Rendite, die ein bis zwei Prozentpunkte höher liegt als der Vergleichsindex der Branche", führe der Experte gegenüber der Zeitung aus.

Eine Durststrecke für die Industrie, die mit 3,4 Billionen US-Dollar beim global verwalteten Vermögen jüngst einen neuen Rekordwert erreicht habe, sehe er nicht: "Jeder Pensionsfonds, jede Versicherung hält inzwischen auch Anteile an Hedgefonds. Das gilt vor allem für die USA und Asien, aber verstärkt auch für Europa." Deutschland sei diesbezüglich ein Entwicklungsland. Die Anlagequote dürfte hier bei etwa einem Prozent im Vergleich zu den Gesamtinvestitionen liegen. (11.09.2017/fc/n/s)