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"FONDS professionell"-Fondsbarometer: Märkte auf Richtungssuche - Fondsnews


11.04.18 12:30
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - Ein Blick auf die monatliche Übersicht der in Form der FIAP-Fondsindices abgebildeten Branchen und Regionen zeigt, wie verunsichert die Märkte derzeit sind, so die Experten von "FONDS professionell".

Im Normalfall finde man die Märkte, die stärkere positive Trends aufweisen würden, eher oben in der Übersicht an, während die zur Schwäche neigenden Sparten eher unten zu finden seien. Anfang April sei das nicht der Fall: "Sieger" und "Verlierer" über unterschiedlichste Zeiträume würden sich über die gesamte Übersicht verteilen.

Insgesamt sei der März ein schlechter Monat für Aktienfondsbesitzer gewesen, im Durchschnitt hätten sie den Monat 3,3 Prozent ärmer beendet, womit auch die Bilanz des ersten Quartals ins Minus gerutscht sei. Seit Jahresbeginn habe man mit Aktienfonds fast 3,4 Prozent verloren.

Mehrheitlich hätten die beobachteten Segmente den März auch mit einem Minus beendet, nur "Taiwan", "Korea" sowie "Versorger" hätten Verluste vermeiden können. Blicke man ein Quartal zurück, habe "Russland" vor "Thailand" und "Brasilien" am besten abgeschlossen. Jene Fondsanbieter, die seit Monaten zu einer Höhergewichtung von Schwellenländern raten würden, hätten somit tendenziell richtig gelegen, wobei man aber etwa in Indien mit fast neun Prozent Quartalsverlust auch hier negative Ausreißer finde. Im Ein-Jahres-Rückblick bleibe weiter Ostasien mit Großchina und China beziehungsweise Südostasien mit Taiwan und Thailand unter den Top 10.

Auffallend schwach habe sich im bisherigen Jahresverlauf der Rohstoff-Bereich entwickelt. Die 40 Fonds, die diesen abbilden würden, hätten das erste Quartal im Durchschnitt um mehr als acht Prozent billiger beendet. Dass sich dieser Trend im Umfeld eines drohenden Handelskriegs kaum ändern dürfte, müsse befürchtet werden. Auch Russland - über drei Jahre mit mehr als 50 Prozent Plus der stärkste Markt - sei im März schon vor Verhängung der jüngsten Sanktionen der USA unter Druck geraten. Auch hier gebe es kurzfristig wenig Anlass, mit einer baldigen Trendwende zu rechnen. Unter den Monatsverlierern befinde auch die Finanzbranche, die sich seit dem Ende des Aktienhöhenflugs Ende Januar international im Rückwärtsgang bewege. Schlusslicht der Übersicht bilde wieder einmal die Türkei, die sich im Fondsbarometer fast schon traditionell entweder ganz oben oder ganz unten finde.

Für Anlageberater stelle das aktuelle Umfeld eine Herausforderung dar. Die Verunsicherung der Kunden nehme zu, und klare Antworten über die mögliche weitere Entwicklung würden schwer fallen. Hier helfe nur der Hinweis darauf, dass es in allen ähnlichen Phasen in der Vergangenheit stets klüger gewesen sei, an der langfristigen Anlagestrategie festzuhalten. Es gebe keinen Grund zu der Annahme, dass es diesmal anders sein werde. (11.04.2018/fc/n/s)