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"FONDS professionell"-Fondsbarometer: In Fernost schreitet der Turnaround voran - Fondsnews


06.11.20 12:02
FONDS professionell

Wien (www.fondscheck.de) - China-Fonds sowie China gewichtende Fonds ("Asien", etc.) entwickelten sich im Oktober deutlich besser als der Weltaktienindex, zeigt das aktuelle "FONDS professionell"-Fondsbarometer, so die Experten von "FONDS professionell".

Überraschend stark steigende Infektionszahlen und dadurch ausgelöste Lockdown-Maßnahmen in etlichen europäischen Ländern hätten Ende Oktober für nachgebende Aktienbörsen gesorgt. Allerdings sei hier nur ein Trend verstärkt worden, der sich schon länger angekündigt habe. Amerikanische und europäische Aktien befänden sich seit Anfang September in eine Konsolidierungsphase, die sich während des Oktobers zunehmend verschärft habe.

Die Störfaktoren in Gestalt der anhaltenden Pandemie und die Wahlen in den USA seien bekannt. Für Aktienfonds insgesamt habe dies einen durchschnittlichen Wertverlust von 2,2 Prozent im Oktober bewirkt, betrachte man nur global investierende Produkte, liege der Vergleichswert bei 2,22 Prozent. Die Verlierer-Hitparade sei im Oktober von Euroland und hier wiederum von Italien, Deutschland und Belgien dominiert worden. Hier hätten die Monatsverluste durchwegs oberhalb der Fünf-Prozent-Marke gelegen.

Abkoppeln können habe sich von diesem Trend zuletzt die Region "Großchina", wovon auch Asien und sogar breitere Emerging-Market-Fonds hätten profitieren können. Die Top-10-Liste für den Oktober enthalte mit Ausnahme der Branchenfonds aus dem Bereich "Neue Energien" ausschließlich asiatische beziehungsweise Fernost-Fonds, wobei auch Japan seit Anfang September besser abgeschnitten habe als westliche Börsen.

Zumindest was die offiziell verfügbaren Daten betreffe, würden Japan, China, Taiwan zuletzt wesentlich weniger Infektionsfälle aufweisen als Westeuropa und Nordamerika. Vor allem Chinas Wirtschaft befinde sich laut jüngsten Nachrichten auf einem steilen Erholungskurs.

Wie an dieser Stelle schon seit mehreren Monaten berichtet werde, befänden sich New-Energy-Aktien in einem stabilen Aufwärtstrend, der sich auch im insgesamt schwachen Börsenmonat Oktober nicht habe bremsen lassen. Die 16 in dieser Kategorie von Mountainview zusammengefassten Fonds seien im Vormonat um mehr als fünf Prozent teurer geworden. Und ähnlich wie den letzten Monaten hätten sich konventionelle Energiefonds auch diesmal unter den zehn schwächsten Kategorien gefunden, die 17 hier erfassten Fonds seien im Mittel um 5,24 Prozent billiger geworden. (06.11.2020/fc/n/s)